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Langenfeld: Arzt hat ehemaliges Pfarrhaus saniert

Langenfeld : Arzt hat ehemaliges Pfarrhaus saniert

In der Villa neben der Reusrather Kirche St. Barbara hat nun ein Arzt seine neue Praxis.

Mit nur einem Euro Einsatz hat im vergangenen Jahr die Versteigerung der 14-Zimmer-Villa neben der Reusrather Kirche St. Barbara begonnen. Letztendlich wurde das 101 Jahre alte Gebäude an der Trompeterstraße für 20 000 Euro von dem Sportarzt und Allgemeinmediziner Uwe Glaß gekauft. "Danach haben wir elf Monate für den Umbau gebraucht", so der Arzt. Den ganzen Komplex habe man von Grund auf sanieren müssen. Seit April sind alle Arbeiten abgeschlossen und die neue Praxis ist eröffnet.

Insgesamt sechs Behandlungsräume, einen Sporttherapieraum und einen Golfsimulator finden sich nun in dem ehemaligen Pfarrhaus. "Mit dem Simulator können wir gezielt auf die Probleme von Golfspielern eingehen", so Glaß. Denn ziemlich oft komme es vor, dass Spieler nicht richtig stehen und sich dadurch an Schulter, Rücken oder Arm verletzen. Eigentlich ist Glaß nur Allgemeinmediziner, "da ich aber als Sportarzt für die Fußballmannschaft von Bayer Leverkusen tätig bin, habe ich mich auch auf solche Fälle spezialisiert." Aus sechs Leuten besteht sein Team, zwei Ärzte, zwei Physiotherapeuten, eine Arzthelferin und eine Praxismanagerin.

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Mehr als eine halbe Million Euro hat der Arzt in den Umbau gesteckt. "Da das Gebäude inzwischen unter Denkmalschutz steht, mussten wir viele Dinge beachten." Fenster, Türen und selbst der Fußboden mussten an die Richtlinien des Denkmalschutzes angepasst werden. "Besonders den Stuck an der Decke wieder herzurichten war sehr aufwendig", erläutert der Allgemeinmediziner und Sportarzt. Solarzellen habe man auf dem Dach leider nicht anbringen dürfen.

Modern eingerichtet sind die Räume dennoch: "Wir haben zum Beispiel spezielle Infrarot-Marmor-Heizungen, die eine medizinische Wärme verbreiten", sagt Glaß.

Trotz der hohen Kosten für den Umbau ist der Arzt zufrieden. "Wir haben hier viel mehr Platz als in unserer alten Praxis in der Stadtmitte." Besonders der Sporttherapieraum habe sich vergrößert, so dass inzwischen mehr Geräte zur Verfügung stehen. Auch sei die Parkplatzsituation in Reusrath deutlich besser. "Schon seit Jahren habe ich ein anderes Gebäude außerhalb der Innenstadt gesucht und da kam das Pfarrhaus gerade recht."

Seit der Pensionierung von Pfarrer Joseph Imbach im Mai 2009 stand das 284 Quadratmeter große Gebäude leer. Da die Renovierung für die Kölner Erzdiözese zu teuer gewesen wäre, musste ein neuer Eigentümer her. So wurde das 855 Quadratmeter große Grundstück für 9080 Euro jährlich verpachtet und bleibt somit im Eigentum der katholischen Kirche. Ursprünglich sollten auf dem Rasen des Kirchengrundstückes fünf Reihenhäuser errichtet werden, jedoch hat Glaß das Grundstück direkt mitgepachtet.

(RP)