Langenfeld: Am Solpert neue 1a-Lage für Betriebe

Langenfeld : Am Solpert neue 1a-Lage für Betriebe

Erster Spatenstich für das neue Gewerbegebiet in Berghausen direkt neben der Autobahn-Ausfahrt Richrath.

Direkt neben der Autobahn-Ausfahrt Richrath wird jetzt ein neues Gewerbegebiet aus der Erde gestampft. "Das ist eine 1a-Lage", meinte Bürgermeister Frank Schneider, als er beim Spatenstich auf dem 3,2 Hektar großen Gelände in Richtung A 59 blickte. "Auch der S-Bahnhof Berghausen ist sehr nah — eine bessere Verkehrsanbindung gibt es nicht." Obendrein bekommt das Gebiet einen Direktanschluss an das hochleistungsfähige Glasfasernetz, das die Stadtwerke jetzt für schnellere und bessere Computerdaten-Übertragungen in Teilen Langenfelds errichten.

Beim Spatenstich Am Solpert (v.l.): Chefplaner Ulrich Beul, Wirtschaftsförderin Heike Schönfelder und Bürgermeister Frank Schneider. Foto: RALPH MATZERATH

Diese 1a-Lage war nach Schneiders Worten auch der Grund, warum dieses Gewerbegebiet entgegen der ursprünglichen Pläne nun doch nicht heimischen Handwerksbetrieben mit Erweiterungsbedarf angeboten werden soll. "Wir denken eher an Dienstleistungsbetriebe, die mehr Arbeitsplätze dorthin bringen und die unsere Gewerbesteuereinnahmen erhöhen." Trotz der erheblichen Steuersenkungen in der Nachbarstadt Monheim sei er optimistisch, dass sich das Gelände gut vermarkten lasse und so im Herbst 2014 die ersten Betriebseröffnungen gefeiert werden könnten. "Bei der internationalen Immobilienmesse Expo Real in der übernächsten Woche in München werden wir mit Exposés dafür werben."

Nach Angaben der städtischen Wirtschaftsförderin Heike Schönfelder sollen Am Solpert zwischen 1500 und 11 400 Quadratmeter große Gewerbegrundstücke entstehen. "Das Interesse von Unternehmen ist erkennbar da. Wir haben schon erste Gespräche geführt." Sie sei zuversichtlich, dass am Ende zwischen 500 und 1000 Arbeitsplätze in dem Gebiet geschaffen werden.

Das stärke den Wirtschaftsstandort Langenfeld weiter, merkte Schneider an. "Zurzeit arbeiten innerhalb der Stadtgrenzen knapp 26 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte." Als eine von drei Städten im Kreis Mettmann pendeln laut IT.NRW nach Langenfeld mehr Berufstätige herein (22 455) als hinaus (18 884). "Und die kontinuierlich niedrige Arbeitslosenquote von derzeit 5,3 Prozent", so Schneider, "beschert Langenfeld eine nicht nur kreisweite Spitzenposition."

Bei der Konzeption der neuen Bürogebäude oder Produktionshallen Am Solpert soll nach den Worten des städtischen Chefplaners Ulrich Beul großer Wert auf Energieeffizienz gelegt werden. "Angesichts steigender Energiepreise bietet sie für nahezu jedes mittlere und kleinere Unternehmen die Möglichkeit, den Kostendruck zu verringern und somit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken."

Zwischen den Berghausener Wohnhäusern und den neuen Firmengebäuden wird ein Mischgebiet mit weiteren Wohn- und Geschäftsbauten gesetzt. Die Zufahrt zu den neuen Betrieben soll laut Verkehrsplaner Wolfgang Honskamp ausschließlich durch die Unterführung unter der Berghausener Straße sowie die zur A 59-Auffahrt führende Karl-Benz-Straße erfolgen. "Eine Verbreiterung der Unterführung auf zwei Fahrstreifen wäre zu teuer gewesen. Deswegen wird dort eine Ampel wechselseitig die Fahrspur der Unterführung freigeben." In Bau ist ein neues Regenversickerungsbecken.

Im Januar oder Februar 2014 steht nach Beuls Angaben ein weiterer erster Spatenstich für ein Gewerbegebiet an. Auf dem knapp neun Hektar großen Gelände mit Zufahrt an der Kölner Straße gegenüber der LVR-Klinik sei das aufgrund der Eigentumsverhältnisse erforderliche Umlegungsverfahren nach vielen Jahren endlich abgeschlossen. "Diese Vorbereitung hat noch länger gedauert als Am Solpert."

(RP)
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