Monheim: Actioncrew feiert Karneval im Sommer

Monheim : Actioncrew feiert Karneval im Sommer

Noch ein knappes halbes Jahr bis zur nächsten Session? Für echte Karnevalisten ist der Sommer eigentlich untragbar. Diese Zeit müsse auf jeden Fall sinnvoll überbrückt werden, findet Heike Stock. Mit Federboa und extralanger Zigarettenspitze war sie als Diva aus den 1920er Jahren verkleidet. Die Baumbergerin kam am Samstag zum Rheinischen Hof an der Hauptstraße, um mit der 109er Actioncrew Sommerkarneval zu feiern - auch wenn mancher Traditionalist darüber bisweilen die Nase rümpft. "Ich finde die Idee super", antwortet sie schulterzuckend auf die Frage, ob sich jeckes Brauchtum und sommerliche Temperaturen überhaupt vertragen.

Noch ein knappes halbes Jahr bis zur nächsten Session? Für echte Karnevalisten ist der Sommer eigentlich untragbar. Diese Zeit müsse auf jeden Fall sinnvoll überbrückt werden, findet Heike Stock. Mit Federboa und extralanger Zigarettenspitze war sie als Diva aus den 1920er Jahren verkleidet. Die Baumbergerin kam am Samstag zum Rheinischen Hof an der Hauptstraße, um mit der 109er Actioncrew Sommerkarneval zu feiern - auch wenn mancher Traditionalist darüber bisweilen die Nase rümpft. "Ich finde die Idee super", antwortet sie schulterzuckend auf die Frage, ob sich jeckes Brauchtum und sommerliche Temperaturen überhaupt vertragen.

Sie fügt hinzu: "Es gibt keine falsche Jahreszeit für Karneval." So sahen es wohl auch die knapp 300 Besucher, die über den Tag verteilt mitfeierten. Einzig der immer wieder auftretende Regen trübte die Stimmung ein wenig. Weil die Bierbänke allerdings überdacht sind, störte sich kaum jemand am Wetter. Viele kamen kostümiert in den Innenhof der Gaststätte. Unter anderem gab es gut gelaunte Marienkäfer, Bauarbeiter und Hexen zu sehen.

Verschiedene Gruppen aus dem Karneval hatten eine Delegation geschickt. So war zum Beispiel auch die Garde Kin Wiever da. "Das ist eine schöne Gelegenheit, sich über die nächste Session auszutauschen", meint Peter Wannhoff, seines Zeichens "Maître de Palaver" der Garde. Für die 109er Actioncrew, deren Mitglieder überwiegend zwischen 20 und 30 Jahren alt sind, findet der 69-Jährige lobende Worte: "Eine gute Truppe mit frischen Ideen", sagt er. Es sei im Sinne des Brauchtums, dass sich auch junge Leute in den Karneval einbrächten.

Auch das nach wie vor amtierende Prinzenpaar und die Prinzengarde ließen sich zu späterer Stunde am Rheinischen Hof blicken. Rolf und Andrea Hechler erschienen allerdings nicht im Ornat. Ein besonderes Rahmenprogramm gab es nicht. Bier, Gegrilltes und Musik reichten den Jecken, um in Feierlaune zu kommen. Manch einer stieß am Samstagnachmittag auch noch einmal auf den Halbfinaleinzug der DFB-Fußballer an. Am Abend verlagerte sich das Geschehen in den Rheinischen Hof.

Für die 109er Actioncrew, die sich als Freundeskreis und ausdrücklich nicht als Karnevalsverein versteht, ist der Sommerkarneval eine Gelegenheit, Geld für Wagenbau und Kamelle einzunehmen. "Es ist auf jeden Fall etwas hängen geblieben", sagt Andreas Beginn, Mitbegründer und nach eigenem Bekunden "Oberorganisator" der Crew. Dorian Audersch

(dora)
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