Langenfeld: Aber hallo! Pizza aus dem Fließbandofen

Langenfeld: Aber hallo! Pizza aus dem Fließbandofen

Von Langenfeld aus steuert der Bringdienst "Hallo Pizza" seine 175 Franchise-Standorte in ganz Deutschland.

Peter Steiner steht auf die mit Sauce hollandaise, Brokkoli und Schinken. "Boston" haben er und seine Kollegen diese Pizza genannt. Bei den Kunden steht vor allem "Kentucky" hoch im Kurs: Das ist die mit Salami. Auch "Poncho" mit Barbecue- statt Tomatensoße ist sehr beliebt, erzählt Steiner, der Marketingleiter von "Hallo Pizza".

Mitten im Gewerbegebiet an der Hans-Böckler-Straße in Berghausen hat der bundesweit operierende Pizza-Bringdienst seine Hauptzentrale. Dort sitzt die Hallo Pizza GmbH. Geschäftsführer ist Frank Sasse. 175 Franchise-Shops gehören heute zum Unternehmen.

Am stärksten vertreten ist die Firma in Nordrhein-Westfalen, wo es 64-mal Hallo Pizza gibt. Aber auch in Hamburg, Berlin und Sachsen sind die Langenfelder stark vertreten. Frank Sasse und Peter Steiner schauen sich die veränderten Logos an. Angefangen hat alles 1989 in Düsseldorf-Zoo. Da war noch kein Auto im Signet. 1992 kam zum Telefonhörer das Auto im Logo hinzu. Bis 2003 wurde der Hallo-Pizza-Schlitten mehrfach modifiziert. Seit 2010 ziert die Comicfigur Billy Bronx das Firmensignet. "Ein hoher Wiedererkennungswert", findet Marketing-Chef Peter Steiner.

Gegründet wurde das Unternehmen 1989 von Axel Fassbach, der von einer USA-Reise die Idee eines Pizzalieferdienstes mit Durchlauf-Ofen mitbrachte. Steiner erläutert, warum dies der Schlüssel zum Franchising war: "Der klassische italienische Deckofen erfordert hohe Geschicklichkeit des Personals, damit die Pizza nicht verbrennt. Unser Ofen ist leicht bedienbar, sorgt für gleichbleibende Qualität und sichert einen höheren Ausstoß."

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Bei "Hallo Pizza" kommt der frischgebackene Teig vom Fließband. Aber auch Nudelgerichte, Aufläufe und Salate finden sich im Angebot. Beliefert werden die Standorte von drei Logistikzentren aus, eines davon befindet sich in der Langenfelder Zentrale. "Um die Frische-Artikel kümmern sich unsere Franchisepartner aber selbst", erklärt Steiner.

"Wir lieben ungewöhnliche Ideen", sagt der Marketingchef. Dazu gehört zum Beispiel das jüngst ausprobierte Hallo-Pizza-Special zum Valentinstag: Da gab es zwei Pizzen in Herzform plus zwei Flaschen Wein, Häagen-Dazs-Eis und Piccolo für 16,90 Euro. "Das kam gut an", erklärt Frank Sasse, der schon mal selbst mit den Kollegen neue Gerichte beziehungsweise neue Soßen testet und ausprobiert. Sechsmal im Jahr gibt es besondere Aktionen, bei denen die 14 Standardpizzen um innovative Kreationen erweitert werden.

Aber nicht nur beim Speisenangebot sind die Langenfelder kreativ — auch bei der Ortswahl. So sind sie auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen mit zwei Shops vertreten. Eine Geschichte wissen die beiden auch aus Chemnitz zu erzählen: Dort führt eine Familie mit ihren Angehörigen gleich alle drei Hallo-Pizza-Stores. Das bringe rund 250 000 Euro Umsatz im Monat. Insgesamt hat Hallo Pizza 2013 einen Jahresumsatz in Höhe von 80 Millionen Euro netto erzielt. Rund sieben Millionen Pizzen wurden ausgeliefert.

(RP)