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Monheim: Ab 2014 sind Kitas und Ganztagsbetreuung frei

Monheim : Ab 2014 sind Kitas und Ganztagsbetreuung frei

Trotz der anstehenden Solidaritätsverpflichtung "wird der Monheimer Haushalt für 2014 mit einer schwarzen Null abschließen", freute sich Daniel Zimmermann gestern.

Die Rheingemeinde soll jährlich 47 Millionen Euro in die Kommunal-Umlage einzahlen. Gemeinsam mit Kämmerin Sabine Noll brachte der Bürgermeister in der Ratssitzung den Haushalt ein (weiterer Bericht folgt). Davon profitieren in Monheim ab 2014 vor allem die Kinder und damit die Familien. Denn sie werden früher und umfangreicher entlastet, als noch 2012 geplant. Statt schrittweise bis zum Sommer 2015, werden die Kita-Gebühren komplett zum 1. Januar 2014 abgeschafft.

"Das wollen wir neu in den Haushaltsplan aufnehmen und vorziehen, wenn der Rat zustimmt." Entsprechende Vorlagen werden für die nächsten Sitzungen des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Sport, Bildung und Kultur ausgearbeitet.

Doch damit nicht genug: Auch die Betreuungskosten für den Offenen Ganztag an den Grundschulen fallen zum Stichtag 1. Januar 2014 weg. Im Durchschnitt sind das pro Kind 110 Euro, rechnet der Verwaltungschef. "Damit sind wir wahrscheinlich die einzige Stadt in ganz Nordrhein-Westfalen, die dort keine Gebühren erhebt", meint er schmunzelnd.

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Dafür will Monheim viel Geld ausgeben: 460 000 Euro sind es voraussichtlich im kommenden Jahr, um die Kindertagesstätten beitragsfrei zu machen. Zwischen 580 000 und 650 000 Euro müssen in den unentgeltlichen Besuch des Offenen Ganztags investiert werden. Profitieren würden überwiegend Familien mit mittlerem und hohem Einkommen, denn Hartz-IV-Empfänger seien sowieso befreit, erläuterte Daniel Zimmermann.

Für alle Einkommensgruppen rentiere sich hingegen die zusätzlich geplante Bezuschussung beim Mittagessen des Nachwuchses. Pro Kind will die Stadt 25 Euro dazutun. Rund 44 Euro kostet die warme Mahlzeit monatlich an den Schulen, in den Kitas variiert die Summe je nach Träger zwischen 37 und 64 Euro im Monat. Bei 1260 Mädchen und Jungen, die mittags im Kindergarten essen und rund 660 Schülern, die für den offenen Ganztag angemeldet sind, müsse die Stadt folglich "knapp unter 600 000 Euro jährlich ausgeben", sagte Zimmermann. Große Posten, die jeweils noch in den Haushaltsplan eingearbeitet werden sollen.

(pc)