Langenfeld: A3-Baustelle: Ab Ende Mai ist alles dicht

Langenfeld : A3-Baustelle: Ab Ende Mai ist alles dicht

Nach Vorarbeiten für den Umbau der Hardt an der Auffahrt zur A3 haben die Bauarbeiten an der Unterführung jetzt richtig begonnen. Noch gilt eine Teilsperrung, doch Ende Mai wird die Anschlussstelle komplett geschlossen.

Wolfgang Nebelung ist froh, dass er mit seinen 86 Jahren nicht mehr täglich auf Achse sein muss. "Wegen der Baustelle an der Autobahnauffahrt kommen wir jetzt nicht mehr vom Brüngersbroich auf die B 229, sondern müssen durch Wohnviertel kurven, wenn wir in die Stadt wollen", sagt der Anwohner vom Wenzelnberg. Sogar eine Spielstraße liege auf der Ausweichroute. "Da fahre ich nicht gern lang, aber was will man machen", meint Nebelung und ist besonders ab Ende Mai gefasst auf regelmäßig Stop-and-Go auf den Straßen rund um die A3-Auffahrt an der Hardt. Dann nämlich wird die Anschlussstelle komplett gesperrt. Bis voraussichtlich Anfang September wird es aus beiden und in beide Richtungen (Langenfeld und Solingen) nur über den Umweg Bergische Landstraße/A542 auf die A3 und von dieser hinunter gehen.

Wofür das Ganze? Die B 229 bekommt zusätzliche Abbiegespuren: hinauf auf die A3 sowie zum Einfahren in die Stichstraßen nahe der Anschlussstelle auf Wiescheider Seite (Feldhauser Weg, Am Brüngersbroich, Kapeller Weg). Auf diese Weise, so hofft der federführende Landesbetrieb Straßen NRW gegen die Skepsis der städtischen Verkehrsplaner, lässt sich das Stauproblem auf der B 229 entschärfen. Unter dem werktäglichen Stillstand leiden seit Jahrzehnten vor allem Pendler, die aus Richtung Solingen gen Langenfeld/A3 fahren. Die "Ertüchtigung" der Anschlussstelle ist gleichsam Ersatz (oder eben auch nicht) für die bislang unrealisierbare B 229 n, einen Autobahnzubringer von der Gabelung Landwehr direkt zum Kreuz Langenfeld.

Vor der erwünschten Entlastung durch den Umbau an der Hardt werden aber zunächst einmal zusätzliche Verkehrsbehinderungen und damit noch mehr Staus im Umkreis der Baustelle stehen. "Die schwierigste Phase ist zwischen Ende Mai und Anfang Juli zu erwarten, zwischen Beginn der Komplettsperrung und Ferienanfang", glaubt Franz Frank vom städtischen Verkehrsamt. Das größte Verstopfungsrisiko verortet er an der Kreuzung Hardt/Schneider-/Bergische Landstraße. Eine Baustellenampel mit verlängerten Phasen fürs Abbiegen in und aus Richtung A542 soll dann gegebenenfalls den Verkehrsinfarkt verhindern.

Dann werden nämlich alle A3-Nutzer durch das Nadelöhr hindurchmüssen. Noch ist der A3-Anschluss für Auffahrer aus Richtung Solingen und Abfahrer in Richtung Langenfeld offen. Eine ähnliche Teilsperrung dürfte es nach dreieinhalb Monaten Komplettsperrung abermals geben, ehe zum Jahresende laut Plan wieder freie Fahrt in einer ausgebauten A3-Auffahrt gilt. Wolfgang Nebelung und die anderen Langenfelder aus dem Wiescheider Westen dürfen sich dann über "eigene" Abbiegespuren in ihre Zufahrtstraßen freuen.

(RP)
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