Monheim: 50 000 Jecken säumten den Zug

Monheim : 50 000 Jecken säumten den Zug

Mehr Publikum als im vergangenen Jahr hatte der Monheimer Rosenmontagszug, der diesmal wieder mehr lokale Themen aufgriff. Die Polizei meldet keine besonderen Vorkommnisse. Die Sonne sorgte für strahlende Gesichter, aber im Schneematsch blieb auch viel Wurfmaterial liegen.

Der Blick die Schwalbenstraße hinauf ähnelt einem grob gerasterten Farbbild, aus dem einzelne rote Punkte — Clownsperücken — markant hervorstechen. Wenn die Narren in Erwartung des Zochs so dicht stehen, dass kein Pflaster zu sehen ist, ist das für den voranschreitenden Zugleiter Andreas Petruschke ein optimaler Start. Optimal — unter den gegebenen Umständen — auch das Wetter. "Am Morgen war unser Zugweg noch weiß, dann pünktlich zum Zugbeginn kam die Sonne raus", sagt der Langenfelder, der nun zum neunten Mal die Wagen und Gruppen zu einer stimmigen Folge auffädelte.

50 000 Menschen säumten nach Polizeischätzung den Zugweg. "mehr als 2009", sagt Petruschke. Er glaubt, dass viele wegen der schwierigen Straßenverhältnisse das heimatnahe Karnevalsereignis vorzogen und nicht in die großen Metropolen fuhren. Weil es niederschlagsfrei bleibt, müssen die Narren nicht mit Schirmen hantieren, können mit großer (einladender) Geste Helau rufen. Jedoch bleibtviel Wurfmaterial auf der Strecke, bedauert Petruschke. Kaum einer bückt sich gerne nach Süßigkeiten, die schon von Schneematsch durchweicht sind.

Insgesamt verläuft der Rosenmontagszug nach Polizeiangaben "ruhig, geordnet ohne große Vorkomnisse". Kleinere Probleme gibt es lediglich vor dem Krankenhaus, wo eine Gruppe Jugendlicher "Blödsinn machte", sagt Andreas Petruschke. "Die können wohl nicht viel mit Karneval anfangen." Außerdem muss das Deutsche Rote Kreuz wieder einige Jugendliche versorgen, die zu viel Alkohol konsumiert haben.

(RP)
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