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3430 Arbeitslose in Langenfeld und Monheim

Oktober-Statistik : 1687 Langenfelder und 1743 Monheimer sind arbeitslos

In diesen schweren Coronazeiten giert man nach jeder guten Nachricht. Die kommt jetzt von der Agentur für Arbeit im Kreis Mettmann. Der Herbstaufschwung auf dem regionalen Arbeitsmarkt habe sich fortgesetzt, teilt deren Leiter Karl Tymister mit. Im Oktober sei die Arbeitslosigkeit im Kreisgebiet gesunken.

Aktuell 17.799 Jobsuchende seien 501 Personen oder 2,7 Prozentpunkte weniger als im September, sagt Tymister, fügt aber sogleich eine schlechte Nachricht hinterher: Es seien 3015 Arbeitslose beziehungsweise 20,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Aktuell sind 1687 Langenfelder und 1743 Monheimer arbeitslos gemeldet. Im gemeinsamen Agenturbezirk liegt diese Zahl von 3430 Jobsuchenden um 110 unter der vom September, aber um 643 über der vom Oktober 2019. Im Oktober meldeten sich 567 Menschen in beiden Städten (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 117 weniger als im Vorjahr. Zeitgleich beendeten 679 Menschen aus einer der beiden Städte ihre Arbeitslosigkeit; das sind 75 weniger als im Vorjahresvergleich.

Unternehmen aus Langenfeld und Monheim meldeten nach dieser Monatsstatistik im Oktober 138 neue Arbeitsstellen, 43 weniger als vor einem Jahr. Damit sind in der gemeinsamen Geschäftsstelle Langenfeld derzeit 558 freie Stellen gemeldet. Deren Bestand verringert sich somit um 251 im Vergleich zum Vorjahr. In Langenfeld beträgt die Arbeitslosenquote aktuell 5,1 Prozent, in Monheim 8,0 Prozent. „Die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen hatten auf den Arbeitsmarkt noch keine negativen Auswirkungen“, sagt Tymister. „Die Folgen neuer Einschränkungen des öffentlichen Lebens lassen sich nicht prognostizieren.“ Indes liegen mit dem Monatsbericht nun die hochgerechneten Zahlen zur in der Corona-Pandemie realisierten Kurzarbeit für Juni vor. Demnach haben in den zehn Städten des Kreises Mettmann im Juni 31.739 Menschen in 2679 Betrieben Kurzarbeitergeld bezogen, sagt Tymister. „Bis Ende Juni hatten 5442 Betriebe für 81.193 Beschäftigte vorsichtshalber Kurzarbeit angezeigt.“ Im Vergleich zu Mai sei die Inanspruchnahme der Kurzarbeit bei den Beschäftigten um 16,7 Prozentpunkte gesunken.

„Die jetzt vorliegenden Zahlen zeigen, dass die Unternehmen die Kurzarbeit nutzen, um ihre Fachkräfte über die Krise hinweg zu halten“, merkt Tymister an. „Bei anziehender Geschäftslage können sie diese sofort wieder einsetzen. Das ist der große Vorteil des Kurzarbeitergeldes. Dadurch hat der Arbeitsmarkt die Folgen der Pandemie bisher relativ gut verkraftet.“ Die endgültige Statistik darüber, wie viele Beschäftigte tatsächlich kurzarbeiten, liegt erst nach Ablauf von sechs Monaten vor, ebenso wie der Umfang der Arbeit, die ausgefallen ist (siehe Infobox).

(mei)