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Langenfeld: 32 Sozialwohnungen für die Weberstraße

Langenfeld : 32 Sozialwohnungen für die Weberstraße

Zurzeit gibt es in Langenfeld 1323 öffentlich geförderte Wohnungen. Weiter 32 werden bald hinzukommen.

Die Posthornstadt ist ein beliebter Wohnort, allerdings kein preiswerter. Der Mangel an "bezahlbarem" Wohnraum ist immer wieder ein politisches Thema. Für 32 Familien gibt es nun die konkrete Hoffnung, ab April 2015 in modernen, barrierefreien Neubauten, mit Aufzügen, zentral und verkehrsgünstig gelegen, für 5,75 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete in Langenfeld zu wohnen.

Vorige Woche begann an der Weberstraße der Bau eines Hauses mit 32 öffentlich geförderten Wohnungen. Bauherr und Investoren sind die Langenfelder Lothar Ziska und Manfred Etschenberg, die seit rund drei Jahrzehnten als Bauträger überwiegend Geschosswohnungen bauen.

Ziska/Etschenberg verfügen seit mehr als 20 Jahren über Erfahrung im Sozialen Wohnungsbau und verwalten aktuell 30 solcher Wohnungen im Julius-Haas-Weg und an der Gladbacher Straße. "Die dabei gemachten Erfahrungen flossen in unsere Planungen ein, die 32 Wohnungen an der Weberstraße entsprechen in ihrer gehobenen Ausstattung den heute marktüblichen Qualitätsansprüchen", sagt Ziska.

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Die Investoren hatten längere Zeit gezielt nach einem geeigneten Grundstück gesucht, das gut gelegen ist und dennoch die wirtschaftlichen Vorgaben für öffentliche Förderung erfüllt. Das Sechs-Millionen-Euro-Projekt wird mit vier Millionen Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Eine Million Euro kommt von der Stadtsparkasse ("wir haben von der örtlichen Sparkasse gute Konditionen bekommen") und eine Million Euro bringen die Investoren aus Eigenmitteln auf. Das Richtfest soll noch dieses Jahr erfolgen, damit der Innenausbau unabhängig vom Winterwetter ablaufen kann.

Ab November können sich Mietinteressenten für die 60 bis 90 Quadratmeter großen Wohnungen melden. Unabdingbare Voraussetzung für einen Mietvertrag ist der Wohnberechtigungsschein (siehe Info). Der Andrang wird groß sein, zumal es keine weiteren Planungen für sozialen Wohnungsbau in Langenfeld gibt.

Im Bauvorhaben auf dem alten Stadtwerke-/Feuerwehrgelände ist nur ein kleines Kontingent von "mietgeminderten" Wohnungen im Gespräch.

Noch gibt es in Langenfeld 1323 öffentlich geförderte Wohnungen. Da es die "Fehlbelegungsabgabe" nicht mehr gibt, können dort durchaus Menschen leben, die inzwischen über ein höheres Einkommen verfügen. Zurzeit verfügen 282 Personen bzw. Familien in Langenfeld über einen Wohnberechtigungsschein, "die Zahl bleibt ungefähr gleich", bestätigt Holger Hammer im Langenfelder Rathaus.

(mmo)