Monheim: 2013/14 fehlen 22 Plätze für Ü-3-Kinder

Monheim : 2013/14 fehlen 22 Plätze für Ü-3-Kinder

40 neue U-3-Plätze will die Stadt Monheim im neuen Kindergartenjahr 2010/11 schaffen. In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 4. März wird sie daher Folgendes vorschlagen: In der Kindertagesstätte Grunewaldstraße wird als Modellprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland eine integrative Gruppe I mit sechs U-3-Plätzen (davon einer integrativ) eingerichtet. Dafür wird eine Gruppe des Typus III (Drei- bis Sechsjährige) aufgegeben. Elf Rechtsanspruchplätze gehen verloren. Der Planung nach sollte in dem Neubau der Awo-Kita Villa Regenbogen ebenfalls eine Gruppe III in eine Gruppe I umgewandelt werden, um sechs Zweijährige aufnehmen zu können. Auch hier fielen elf Ü-3-Plätze weg. Die Frage ist, ob dies durch den Brand jetzt hinfällig wird. In der Awo-Kita Geschwister-Scholl-Straße soll durch Gruppenumwandlungen ein U-3-Platz entstehen.

Die Stadt fasst als Eröffnungstermin für die neue Kindertagesstätte auf dem Gelände der ehemaligen Wilhelm-Busch-Schule den 1. Januar 2011 ins Auge. Dort werden 42 Ü-3-Plätze und 28 Plätze für unter dreijährige Kinder geschaffen.

Insgesamt wird im Kindergartenjahr 2010/11 das Gruppenangebot von 55,7 auf 57,43 leicht erhöht. Der Paradigmenwechsel äußert sich in der deutlichen Verschiebung vom Gruppentypus III (-3,92) hin zum Typ I (+4,15) und Typ II (+1,5).

Das führt im Ergebnis zu einer Verknappung der Plätze für die Regelkinder. Für das Kindergartenjahr 2013/14 erwartet die Verwaltung, dass für die 1021 Kinder ab drei Jahren nur 999 Plätze zur Verfügung stehen. Dafür lohne sich kein Kindergartenneubau, wie ursprünglich geplant. Die überzähligen Kinder sollen mit Hilfe der 10-Prozent-Regelung (zulässige Überbelegung) auf die Gruppen verteilt werden. Durch den Verzicht auf einen Neubau würden sich die Investitionskosten der Stadt um 940 000 Euro reduzieren und der Betriebskostenanteil um 242000 Euro.

(RP)