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Monheim: 200 000 Euro für schöneren Schulhof

Monheim : 200 000 Euro für schöneren Schulhof

Die Schule am Lerchenweg hatte schon für 2012 Verbesserungen geplant – aber es gab kein Geld. Jetzt werden neue Geräte aufgestellt.

Die Schulhofgestaltung der Grundschule Am Lerchenweg ist ein schönes Beispiel dafür, wie blitzartig sich die Wandlung der Nothaushalt- in eine Überschussgemeinde vollzogen hat. Nachdem das auch für die Spielplätze zuständige Grünflächenamt im vergangenen Jahr einen Plan ausgearbeitet hatte, hieß es noch, man werde die sich auf 102 436 Euro summierenden Maßnahmen nur in kleinen Schritten umsetzen können. Für dieses Jahr wurden der Schule daher nur 10 000 Euro in Aussicht gestellt. Jetzt hat die Politik allein für die Schulhofgestaltung der "Lerche" 200 000 Euro bereitgestellt.

Die Schulbaurichtlinien sehen fünf Quadratmeter Schulhoffläche pro Schüler vor. Obwohl die 2350 Quadratmeter am Lerchenweg danach theoretisch ausreichen müssten, sehen Schulleitung und Verwaltung einen erheblichen Nutzungsdruck. "Unsere Schule wurde für 250 Schüler konzipiert, jetzt haben wir 330", sagt Schuleiter Achim Nöhles. Und davon besuchen allein 160 die Ganztagsklassen. "Diese Schüler leben ja hier." Die höhere Intensität der Nutzung wird besonders bei den Grünflächen augenfällig. Einst zur weiteren Bepflanzung angelegt, wurden sie mehr und mehr von den Schülern in die Spielfläche einbezogen und ähneln an einem typischen deutschen Regentag einer Seenlandschaft, denn die unzähligen kleinen Fußabdrücke haben den Boden stark verdichtet. "Den Matsch tragen die Schüler natürlich auch ins gesamte Schulgebäude", so Nöhles. Deshalb sollen diese Flächen gepflastert werden.

Um den Kindern darüber hinaus mehr Bewegungsangebote zu verschaffen, soll sowohl neben dem Eingang als auch auf dem schmalen Grundstücksstreifen neben dem Gebäude Seillandschaften zum Hangeln und Klettern aufgestellt werden. Neben den "Wirbelwiddern" vor der Turnhalle sollen "Slacklines" installiert werden, zwischen zwei Punkten aufgespannte Bänder zum Balancieren. Einer dringenden Sanierung bedarf auch der Fallschutz unter der großen Kletterlandschaft, der mangels regelmäßiger Reinigung nicht mehr wasserdurchlässig ist.

Als Orte der Begegnung und Kommunikation sollen rund um die zwei vorhandenen Bäume Sitzbänke, sogenannte Sterngucker, aufgestellt werden. Im Halbrund werden auch die Elemente aus schräg verschweißten Stahlrohren mit drei Sitzetagen angeordnet, die als weiterer Gruppentreffpunkt dienen sollen. Die Bolzfläche und den Schulgarten möchte Nöhles unangetastet lassen. Insgesamt würde die Umgestaltung auch der Nachbarschaft nutzen, denn Spiel-Alternativen gebe es im Viertel wenig.

Jetzt aber sorgt die grundlegende Änderung der finanziellen Situation in der Abteilung Grünflächen erst einmal für Ratlosigkeit. "Wir müssen gucken, wie wir damit umgehen", sagt Fritz-Ulrich Axt. Allerdings sei aber die vorhandene Fläche schon restlos überplant, so Nöhles. Er persönlich würde sich über weitere, große Bäume freuen.

Ob 2013 auch schon das Außengelände der Armin-Maiwald-Schule neu gestaltet wird, kommt auf den Baufortschritt des Anbaus an, sagt Peter Heimann, Leiter des Fachbereichs Schule und Sport. "Es wäre wenig sinnvoll, wenn sich beide Baustellen ins Gehege kämen." Die Planung der Schulhoffläche soll auf jeden Fall unter Beteiligung der Schulgemeinde erfolgen. Nach einer ersten Entwurfsplanung würde die Schule Gelegenheit erhalten, diese noch einmal zu hinterfragen – bis sie endgültig projektiert wird. Geplant werde für zehn bis 15 Jahre.

(RP)