Wegberg: Wo die Frauen das Sagen haben

Wegberg : Wo die Frauen das Sagen haben

Eine gelungene Premiere feierte die Schwalmbühne Harbeck im ausverkauften Forum. Eine Vorführung mit Wiedererkennungseffekt: Die Darsteller hatten viele Anspielungen auf Wegberg in ihr Lustspiel eingebaut.

„Nee, wat war dat schön! Wat haben wir gelacht.“ Ein besseres Kompliment vom Publikum können die Akteure in einem Lustspiel überhaupt nicht bekommen. In anhaltendem Applaus drückte sich dies nach der Premierenvorstellung des Theatervereins Schwalmbühne Harbeck am Freitagabend aus.

Bekannte Personen eingebaut

„Die Nacht der Nächte“ von Regina Rösch stand auf dem Programm, sicherlich im Original schon recht lustig. In Wegberg allerdings bauten die Darsteller unter der Regie von Hubert Kaisers geschickt bekannte Personen, Lokale und andere Lokalitäten ein, was das Vergnügen natürlich noch erheblich erhöhte. Zudem waren die Schauspieler den meisten Zuschauern im ausverkauften Forum persönlich bekannt – ein weiterer Spaßfaktor. Und wenn dann unbekannte Gene, die äußerst wichtige Frage, ob Leber- oder Markklößchen in die Suppe bei der Hochzeitsfeier kommen und Udo Jürgens’ Hit „Ich war noch niemals in New York“ elementare Rollen spielen, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr.

Über die Stränge geschlagen

Alois Seidenspinner (Karl-Heinz Bonitz) und Egon Michel (Matthias Kosak) haben schon einen schweren Stand bei ihren Angetrauten Anni (Karin Bonitz) und Lioba (Helga Rögels). Immer wieder werden sie für untergeordnete Arbeiten in der Agentur „Leih dir einen Mann“ eingeteilt. Und das alles nur, weil sie zusammen mit Dieter Hummel (Theo Wolber) 20 Jahre zuvor in Hamburg einmal über die Stränge geschlagen sind. Zu leiden hat auch der Nachwuchs Florian Michel (Dirk Decken) und Marita Fischer (Alexandra Decken) unter den Müttern Lioba und Gretchen Fischer (Gabi Braun). Alles wollen die beiden bei der bevorstehenden Hochzeit bestimmen.

Letzter im Bunde der Darsteller ist Antonius Röttinger als Detlef Renner, der eine ebenso glänzende Vorstellung liefert, wie alle anderen Laienschauspieler.

Zuviel vom Inhalt darf natürlich nicht verraten werden, um den Zuschauern der Aufführungen am kommenden Wochenende (alle schon ausverkauft) nicht die Spannung zu nehmen. Die Premiere jedenfalls ist der Schwalmbühne gelungen. Falls die Souffleusen Johanna Kaisers, Ingrid Kosak, Brigitte Hennebrüder und Anita Looser eingreifen mussten, so war das selbst für die Zuschauer in den vorderen Reihen nicht zu bemerken.

(RP)
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