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Weiterhin 3G-Regel in der Gastronomie im Erkelenzer Land

Restaurants und Kneipen im Erkelenzer Land : Weiterhin 3G-Regel in der Gastronomie

Noch sehen die Gastronomen keinen anderen Weg, als bei geimpft, genesen und getestet zu bleiben. Einige geben aber auch zu, die 2G-Regel zu favorisieren. Die Redaktion hat sich in der Region umgehört.

Die Gastronomie zählte in Zeiten des Corona-Lockdowns zu den besonders betroffenen Bereichen. Über viele Monate hinweg war es nicht möglich, die Gäste vor Ort zu bewirten. Die meisten hielten sich mit Speisen „to go“ über Wasser. Und mittlerweile stehen die Gastronomen immer mehr vor der nächsten Frage: 2G oder 3G? Kommen nur Geimpfte und Genesene ins Restaurant oder eben dazu auch die Getesteten?

Marc Ohlenforst, der in Effeld das Restaurant Ohlenforst an der Kreuzstraße führt, hat dazu eigentlich eine ganz klare Meinung: „Meine persönliche Meinung ist 2G, denn ich bin der Überzeugung, dass wir nur so herauskommen aus der Pandemie.“ Er schiebt hinterher: „Das durchzusetzen, wird wohl sehr schwierig sein, weshalb der Weg mit 3G auch bei uns beschritten wird. Dabei sage ich auch: Bei uns wird konsequent kontrolliert.“ Es kam schon vor, dass er Gäste nach Hause schicken musste, die keinen Nachweis erbringen konnten, was er den Gästen gegenüber, die darlegen können, geimpft oder getestet zu sein, auch nur fair findet.

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In der Eventlocation Altmyhl 62 hat Betreiber Dominik Grote-Beverborg mit der 3G-Regel ganz gute Erfahrungen gemacht. Ein einziges Mal bislang hat er Gäste wegschicken müssen, weil sie keinen Nachweis vorlegen konnten. Diese Gäste können zwar im Außenbereich Platz nehmen, doch mittlerweile ist die Zeit angebrochen, wo es sich draußen nicht mehr so angenehm sitzen lässt – der Herbst hat Einzug gehalten. Dominik Grote-Beverborg stellt auch fest: „Man muss auch sagen, heute gar nicht mehr so viel mit ungeimpften Menschen zu tun hat.“ Darum sieht er für die nahe Zukunft eher wenige bis überhaupt keine Probleme im Ablauf seines Restaurants.

Auch in Erkelenz können sich viele Gastronomen grundsätzlich vorstellen, auf 2G umzustellen – tun dies aktuell noch nicht. Wer etwa durch die Innenstadt läuft, findet vor so gut wie allen Lokalen Hinweisschilder, die auf die 3G-Regeln aufmerksam machen. Und draußen gelten ohnehin kaum noch Schutzmaßnahmen. Auch Patrick Stracke, Inhaber von Patrick’s Bistro am Marktplatz, bleibt vorerst bei 3G. Ohnehin würde eine Umstellung bei ihm wenig ändern: „Es sind wirklich so gut wie alle meiner Gäste geimpft. Wenn ich auf die vergangenen Wochen zurückblicke, dann war da glaube ich nur eine Person dabei, die mir einen Test gezeigt hat, der Rest hatte den Impfnachweis.“ Für Stracke gibt es daher derzeit keinen Grund, etwas zu ändern: „Ich könnte natürlich auf 2G wechseln, aber das wäre dann ehrlich gesagt eine rein symbolische Geste.“

Gastwirt Peter Jansen vom Bistro Japi’s am Rathausplatz in Wegberg hat mittlerweile viel Erfahrung bei der Umsetzung der 3G-Regeln. „Die Leute haben sich daran gewöhnt. Alles läuft sehr routiniert“, berichtet er. Am vergangenen Sonntag hatte er 130 Besucher in seinem Biergarten zu Gast, als die Kloetschköpp aus Klinkum kölsche Karnevalsstimmung auf dem Rathausplatz verbreiteten. „Unter unseren Gästen waren nur zwei, die einen Test mitgebracht hatten und diesen vorzeigten“, erklärt Peter Jansen. Der Rest habe über die entsprechenden Smartphone-Apps nachweisen können, geimpft oder genesen zu sein. „Aus Sicht der Gastronomen wäre 2G die bessere Variante“, erklärt Peter Jansen, „aber wir wollen niemanden vor den Kopf stoßen, darum bleiben wir bei der 3G-Regelung.“

Im Großen und Ganzen werden die Corona-Schutzmaßnahmen von den allermeisten Gästen akzeptiert und vorbildlich umgesetzt, berichtet Peter Jansen. Es habe in den zurückliegenden Monaten aber auch immer wieder vereinzelte Fälle gegeben, in denen Personen keine Maske tragen wollten oder den erforderlichen Nachweis nicht vorlegen konnten. Ihnen bleibt der Zugang zum „Japi’s“ und dem Biergarten konsequent verwehrt, sagt Peter Jansen. „Es gibt eine klare Regel, die weiterhin für alle gilt: Ohne Maske wird der Laden nicht betreten.“