Wegberg: Verrückte Bürgermeisterwahl

Wegberg : Verrückte Bürgermeisterwahl

Die Schwalmbühne Harbeck zog bei der Premiere ihres neuen Stücks wieder alle Register ihrer zünftigen Unterhaltungskunst. Die noch folgenden drei Aufführungen sind teilweise schon ausverkauft.

Otto Moshammer jun. hat ganz schönen Stress. Er ist Bürgermeister und möchte es auf alle Fälle bleiben. Deshalb lädt er nach dem Motto „Wahlkampf ist immer“ stets und ständig nach den Ratssitzungen seine Stimmengeber in die „Scharfe Maus“ ein. Er schmeißt Runde um Runde, obwohl ein Gegenkandidat weit und breit nicht in Sicht ist. Der Opa ist auch immer dabei, und so kommen die Beiden häufig sehr schräg nach Hause, wo die jeweiligen Frauen nicht so ganz begeistert sind, vor allem, als auch noch Lollo, die attraktive „Bedienung“ auftaucht. Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Mit Spielwitz serviert

Das ist der Stoff, aus dem die Stücke für die „Schwalmbühne Harbeck“ gemacht sind. „Die Bürgermeisterwahl“, ein Lustspiel von Erich Koch, heißt es in diesem Jahr. Spiellust entwickelten die Akteure unter der Regie von Hubert Kaisers allesamt, sehr zur Freude des Publikums im ausverkauften Forum. Szenenapplaus und Zwischenlacher gab es reichlich, doch dank der langjährigen Bühnenerfahrung von Matthias Kosak, Helga Rögels, Toni Röttinger, Annelie Daners (zweite Besetzung: Ulrike Kotlowski), Uwe Deußen (Hans-Peter Gerads), Gaby Braun, Marion Jäger und allen voran Karin und Karlheinz Bonitz war dazu Zeit gegeben und man verpasste kein einziges Wort. Die beiden, vom Vorsitzenden Karlheinz Bonitz in seiner Begrüßungsrede angekündigten „Frischlinge“ im Team, Nadine Kosak und Tobias Geiser, standen den routinierten Kollegen allerdings in keiner Weise nach. Sie spielten herrlich und ausgesprochen textsicher. Sollten „Hänger“ vorgekommen sein, so waren sie nicht zu bemerken. Allerdings haben die Souffleusen Johanna Kaisers, Ingrid Kosak, Brigitte Hennebrüder und Anita Looser ebenfalls langjährige Erfahrung. Und ohne die zahlreichen Helfer im Hintergrund und die Sponsoren würde es natürlich auch nicht funktionieren. Wie sich die Wirren um verbogene Y-Chromosomen, verschluckte Schlüssel, Pantoffeln und ein Kind auflösen, wird hier selbstverständlich nicht verraten.

(RP)
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