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Wassenberg: Vandalismus aktiv vorbeugen

Wassenberg : Vandalismus aktiv vorbeugen

Wenn das Investoren-Trio im Planungsausschuss am Donnerstag grünes Licht für die Umgestaltung des Freibads bekommt, soll auch im Jugendzentrum informiert werden. Kontrollen und Kameras sorgen für Sicherheit.

Das Gelände rund ums alte Freibad wird sein Gesicht verändern. Vieles deutet darauf hin, dass in der Sondersitzung des Planungsausschusses am Donnerstag das Konzept der potenziellen Investoren Norbert Dahmen, Piet Janssen und Georg Hensges grünes Licht zur Umsetzung bekommt und die Stadt die Fläche zwischen Parkstraße und Stadtmauer für die Umsetzung unterschiedlicher Freizeitangebote verpachten wird.

Eisbahn bald im alten Freibad?

In einer internen Sitzung in dieser Woche hätten die Investoren mit den Stadtverordneten aus Wassenberg (Zentrum) — die bekanntlich auch einen eigenen gemeinsamen Antrag erarbeitet hatten — lebendig diskutiert, sagte Bürgermeister Manfred Winkens gestern auf RP-Anfrage. Vorbehaltlich der Details, die am Donnerstag in öffentlicher Sitzung ab 18.30 Uhr vorgestellt werden, dürfte sich das Konzept an den dem Rat bereits schriftlich eingereichten Vorschlag der Geschäftsleute anlehnen: Danach würde das Freibad nicht völlig entsiegelt, um so eine Veranstaltungs-/Sportfläche zu gewinnen, die im Winter eine Eisbahn aufnehmen könnte. Gastronomie im alten Badewächterhaus, ein Backhaus und Bootsverleih auf dem Gondelweiher gehören ebenfalls zum Konzept der Investoren.

Mit-Investor Georg Hensges betonte gestern, dass man auch das Thema Einbeziehung Jugendlicher (zur Vorbeugung gegen Vandalismus) auf der Tagesordnung habe. "Falls unsere Planung den Zuschlag bekommt, werden wir im Jugendzentrum über die Gestaltung informieren." Dazu gehörten ohnehin Angebote für Jugendliche. "Aber wir müssen natürlich auch auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts achten", räumte Hensges ein.

Zum Thema Sicherheit äußerte sich Bürgermeister Manfred Winkens im RP-Gespräch. Nach der Ermittlung der knapp 20-köpfigen Gruppe junger Wassenberger, die für die Schäden in der Innenstadt und auf dem Burgberg verantwortlichen ist, seien keine neuen Zerstörungen im Stadtgebiet mehr gemeldet worden. "Dies hat die Polizei beim Runden Tisch Sicherheit, der am Donnerstag tagte, bestätigt", sagte Winkens. "Auch, dass die Kriminalität in Wassenberg keinerlei Besonderheit aufweist. Eine rechte Szene hat Polizei ebenfalls nicht nachweisen können", betonte der Bürgermeister.

Gleichwohl will die Stadt am Einsatz des privaten Sicherheitsdienstes und des Außendienstlers vom Ordnungsamt festhalten. Dazu gehören allabendliche Kontrollfahrten im Zentrum und ausgeweitete Kontrollen gemeinsam mit Polizei und Ordnungsdienst an Wochenenden, sagte Winkens. Mit der Installation von Kameras zur Überwachung der neuralgischen Punkte in der Parkachse werde nächste Woche begonnen, kündigte der Bürgermeister an. 25 000 Euro lässt sich die Stadt dies kosten.

(RP)