Kreis Heinsberg: Unwetterbilanz: Über 700 Notrufe und 130 Einsätze

Kreis Heinsberg : Unwetterbilanz: Über 700 Notrufe und 130 Einsätze

Während der schweren Gewitter am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag wurden die Feuerwehren im Kreis Heinsberg zu insgesamt 130 Einsätzen gerufen. Insgesamt gingen 718 Notrufmeldungen in der Leitstelle des Kreises Heinsberg ein.

In einem Heinsberger See, dem Lago Laprello, starb am Montagabend ein 19-jähriger Afrikaner. Rettungstaucher der Feuerwehr hatten im Gewitter gegen 20.30 Uhr die Suche nach dem Vermissten für eine halbe Stunde unterbrechen müssen. Kurz nach 22 Uhr wurde der Heinsberger nach Polizeiangaben in etwa fünf Metern Tiefe gefunden. Er konnte nicht mehr reanimiert werden.

In allen Städten des Kreisgebiets verzeichnete die Feuerwehr vollgelaufene Keller, Blitzeinschläge und Windbruch. Vor allem in Erkelenz, Hückelhoven und Heinsberg hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Hier lagen die Einsatzzahlen zwischen 32 (Erkelenz), 27 (Hückelhoven) und 25 (Heinsberg). Verschont blieb vor allem der Westen des Kreisgebietes.

In der Gemeinde Selfkant war kein Einsatz nötig, in den Gemeinden Gangelt und Waldfeucht sowie in der Stadt Wassenberg waren insgesamt "nur" acht Einsätze notwendig. Insgesamt waren rund 600 Feuerwehrleute im gesamten Kreisgebiet im Gewittereinsatz.

In Erkelenz wurde ein Einfamilienhaus von einem Blitz getroffen. In ein Firmengebäude in Hückelhoven-Hilfarth schlug ebenfalls ein Blitz ein. Dadurch stürzten Teile des Flachdaches ein. Der Bahnverkehr der Wurmtalbahn wurde durch einen umgestürzten Baum zwischen Heinsberg-Randerath und Heinsberg-Horst behindert.

Darüber hinaus sind Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Heinsberg am Sonntag gegen 23.15 Uhr mit insgesamt 13 Fahrzeugen, darunter ein Einsatzleitwagen und eine Drehleiter, und 75 Einsatzkräften nach Düsseldorf ausgerückt. Gegen 9 Uhr am Dienstagmorgen war dieser Einsatz beendet. Ebenfalls in Düsseldorf war das Technische Hilfswerk (THW) aus dem Kreis Heinsberg im Einsatz. Das THW hatte dazu alle Fahrzeuge und alle verfügbaren Helfer aktiviert.

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(nbe)
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