Wegberg: "Überlasse geordnetes Haus"

Wegberg : "Überlasse geordnetes Haus"

Zum Ende ihrer 15-jährigen Amtszeit als Bürgermeisterin von Wegberg bedankt sich Hedwig Klein bei langjährigen Weggefährten. Ihrem Nachfolger Reinhold Pillich wünscht Klein eine glückliche Hand.

Danke sagen. Das tat Hedwig Klein zuletzt häufiger. Es wird auch ihre letzte Amtshandlung sein, wenn sich Wegbergs Bürgermeisterin am Ende ihres letzten Arbeitstages (20. Oktober) nach 15 Jahren von den städtischen Mitarbeitern verabschiedet. Die 63-Jährige aus Kipshoven blickt zufrieden zurück: "Ich schaue auf 34 spannende und interessante Jahre kommunalpolitischer Arbeit, die ich in meinem Leben nicht missen wollte", sagt Hedwig Klein.

Junge Stadt mitgeprägt

Sie sei dankbar, sagt Klein, dass sie fast dreieinhalb Jahrzehnte lang das Werden der jungen Stadt Wegberg in vorderster Front mitgestalten durfte. "Stadtmarketing – das war eins meiner Kinder – hat in den letzten sechs Jahren auf besondere Weise unsere Stadt mit Leben erfüllt und lebendige Nähe möglich gemacht", sagt Klein. Stadtkernsanierung mit Gestaltung der Fußgängerzone, Rathausplatz und Burgstraße, Forum und Ramachers Mühle, Schul- und Sportzentrum, Hallenbad und Mensa – besonders im Bürgermeisteramt habe sie viele das Stadtbild prägende Entscheidungen mitentwickeln dürfen. Sie erinnert auch an die Gestaltung des Wildenrather Gewerbegebiets (Wegberg-Oval) und die Ansiedlung des Siemens-Schienenprüfcenters sowie die Gründung der Stadtentwicklungsgesellschaft vor zehn Jahren. "Diese Entscheidungen waren nur durch engagierte Beigeordnete, einen seriös arbeitenden Kämmerer und durch qualifizierte Mitarbeiter in der Verwaltung möglich", sagt Klein.

Den Ratsmitgliedern, von denen 13 mit dem Ablauf der Wahlperiode ausscheiden, dankte Klein für "Freundschaften, die über Fraktionsgrenzen hinweg gewachsen sind und die hoffentlich meine aktive politische Arbeit überdauern werden." Vereinen, Institutionen, Unternehmen und Bürgern gelte ihr Dank für viele Begegnungen und Gespräche und für Sympathie und Unterstützung, die ihr in den zurückliegenden 15 Jahren als Bürgermeisterin entgegen gebracht worden seien.

"Meinem Nachfolger Reinhold Pillich wünsche ich am 21. Oktober einen guten Start, eine glückliche Hand, eine enge Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und eine große Nähe und gutes Miteinander mit den Bürgern der Stadt", sagt Klein. Sie überlasse ihrem Nachfolger ein geordnetes Haus.

Als Mitglied des Heinsberger Kreistags bleibt Hedwig Klein weiterhin politisch aktiv. Sie werde dabei die Interessen der Stadt Wegberg nie aus den Augen verlieren, kündigt sie an. Außerdem werde sie sich künftig stärker für die Kirche engagieren. Ein Fernstudium am Deutschen Liturgischen Institut in Trier hat Hedwig Klein bereits aufgenommen.

(RP)
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