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Statistik der Arbeitsagentur Aachen-Düren im Juli 2018

Arbeitsmarktreport : Im Erkelenzer Land stieg Arbeitslosenzahl nicht an

Einen leichten für den Sommer gewohnten Anstieg der Gesamtarbeitslosigkeit meldet die Arbeitsagentur Aachen-Düren für Juli auf aktuell 37.440 Personen, das sind 115 mehr als im Juni. Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg machen hier eine Ausnahme.

Im Kreis Heinsberg waren zum Monatsende im Versicherungsbereich 2685 Menschen arbeitslos gemeldet. Ein Plus von 72 (2,8 Prozent), doch lag die Arbeitslosigkeit um 10,9 Prozent unter dem Wert vom Juli 2017 (327 weniger). Das Jobcenter zählte in der Grundsicherung 113 weniger arbeitslos gemeldete Menschen, insgesamt 4156 Personen. In diesem Bereich ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 9 Prozent zurück. Im Vergleich zu vor einem Jahr waren 413 Personen weniger arbeitslos gemeldet.

Aktuell liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk Erkelenz (mit Hückelhoven und Wegberg) bei 4,9 Prozent (Juni 5,0), Geilenkirchen bei 5,8 Prozent (Juni 5,9) und in Heinsberg (mit Wassenberg) bei 4,8 Prozent (Juni 4,7). Durch die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt veränderten sich auch die Arbeitslosenquoten an den zehn Standorten der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Die Spanne reichte im Juli von 3,0 Prozent in Monschau bis 7,8 Prozent in Stolberg. Nicht durchgeschlagen ist der Sommertrend in den Städten im Nordkreis, die rückläufige Arbeitslosenzahlen gegenüber Juni verzeichnen. In Erkelenz gab es 1062 Menschen ohne Job (29 weniger), in Hückelhoven 1314 (-21), in Wassenberg 503 (-4) und in Wegberg 627 (-13). Den deutlichsten Zuwachs an Arbeitslosen gab es in Heinsberg 1242 (+36).

  • Kreis Heinsberg : Deutliche Verringerung bei den Arbeitslosenzahlen
  • Erkelenzer Land : Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Erkelenzer Land : Höhere Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt

Von dem saisonbedingten Anstieg der Zahlen sind vor allem die Jüngeren zwischen 15 und 25 Jahren betroffen. Im Vergleich zum Vormonat gab es bei den jungen Arbeitslosen ein Plus von 385 Personen. Insgesamt fällt der Anstieg um 0,1 Prozentpunkte aber moderat aus. Was im Sommer immer passiert: „Im Juli enden viele Schul- und Ausbildungsverhältnisse, und nicht immer werden die jungen Absolventen durch ihren Ausbildungsbetrieb übernommen“, so Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich aber weiterhin stark aufnahmefähig, und aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die gut ausgebildeten jungen Fachkräfte schnell aufgenommen werden.“ Die Betriebe im Agenturbezirk hätten weiter einen hohen Bedarf an Fachkräften. Gute Chancen bestehen auch für Ausbildungsplatzsuchende: Im gesamten Agenturbezirk sind noch 2389 unbesetzte Berufsausbildungsstellen gemeldet.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt spiegeln auch die Zu- und Abgangszahlen im Agenturbezirk Aachen-Düren wieder. Auf dem ersten Arbeitsmarkt fanden 2269 Personen eine Beschäftigung (ohne Ausbildung). 8348 Männer und Frauen beendeten im Juli ihre Arbeitslosigkeit, während sich 8450 Personen im Lauf des Monats erstmals oder erneut arbeitslos meldeten. Insgesamt steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter an.

Im Juli war ein Zugang von 2770 neuen Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verzeichnen, 82,6 Prozent davon waren für unbefristete Beschäftigung. Die Zahl neuer Stellen lag damit um 364 (+15,1) Prozent über dem Niveau des Vormonats (2406 Stellen). Gegenüber Juli 2017 steigerte sich die Anzahl neuer Stellen im Zugang um 195 (-7,6 Prozent).

Im Juli waren 10.224 Arbeitsstellen (+3,3% im Vergleich zum Juli des Vorjahres) gemeldet. 87,2 Prozent der gemeldeten Stellenangebote (8913) betreffen unbefristete Beschäftigungsverhältnisse.