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Kreative Ideen zu diesem anderen Osterfest 2020 umgesetzt im Erkelenzer Land

Überraschungen im Erkelenzer Land : Kreative Ideen zu diesem anderen Osterfest 2020

Posaunenklänge, virtuelle Angebote und besondere kreative Ideen haben Gemeinden, Feuerwehr und Vereine zu diesem so ganz anderen Osterfest als Überraschung geboten.

„Da in diesem Jahr das traditionelle Turmblasen am Ostersonntag ausfallen muss und auch nicht auf dem Platz vor der Kirche statt finden darf, habe ich die Bläser aufgerufen, das Turmblasen virtuell durchzuführen“, erklärt Dirigent Thomas Lindt. „Die Choralnoten habe ich mir schicken lassen und ein Playback angefertigt, mit dem die Bläser spielen konnten. Davon haben sie Clips aufgenommen, die ich zusammengeschnitten habe. Außerdem habe ich um Bilder der Kirchen aus den Gemeinden gebeten, in denen die Bläser leben und die auch verarbeitet.“ Das Ergebnis ist bei YouTube zu finden. Am Ostersonntag überraschten Trompetentöne die Wassenberger Bevölkerung. An allen Feuerwehrgerätehäusern und Kirchen hörte man die Eupopahymne und Amazing Grace. Ralf Blüthmann, Mitglied der Feuerwehr, ließ sich mit der Drehleiter in 30 Meter Höhe fahren und war aus dieser Position mit seiner Trompete gut zu hören. Spaziergänger blieben stehen und applaudierten. Gestartet wurde in Wassenberg am Gerätehaus, über die Hofkirche zu St. Georg. Im Anschluss folgten Birgelen, Effeld, Ophoven, Myhl und Orsbeck. Für die Bewohner des Erkelenzer Hospizes gab es von Mitarbeiterin Tamara Hensen und ihrem Mann, Mitglieder im Posaunenchor Hilfarth-Schwanenberg, eine schöne musikalische Einlage zu Ostern.

Mit einem selbst gestalteten Anhänger (Initiator Marcel Clahsen) und Musik wurden in Mennekrath Osterkerzen, Palmzweige, ein Gruß von Pastor Rombach und der Kapellengemeinde Terheeg sowie ein kleines Osterpräsent verteilt. „Eine wunderbare Idee, die für große Freude sorgte. Ein Lichtblick in Zeiten der Isolation“, findet Petra Koerfer. Die St.-Marien-Bruderschaft Hilfarth hat ihren Fahnenschmuck „als äußeres Zeichen der Dankbarkeit an die vielen Helfer in diesen schwierigen Zeiten“ an der Leonhardkirche gehisst. Die Ratheimerin Miriam Heppener hat mit ihrer Tochter Leonie (7) am Sonntag 60 selbstgebastelte Osternester rund um den Adolfosee verteilt, zur großen Freude der Jogger, Walker und Spaziergänger. Weitere 50 Nester brachten beide in ein Altenheim. Die Hückelhovener Kirmesorganisatoren Frank Koken und Peter Loosen sind am Ostermontag mit der Orgel zu drei Altenheimen gefahren.

(gala)