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Volleyball: Zwei Tiebreak-Siege für heimische Volleyballer

Volleyball : Zwei Tiebreak-Siege für heimische Volleyballer

Volleyball: Sowohl der VC Ratheim als auch die Mädels des Erkelenzer VV fahren zwei überraschende Punkte ein. Gegen die favorisierten Gegner setzten sie sich jeweils knapp im Entscheidungssatz durch.

Endlich ist es vollbracht: Der VC 99 Ratheim hat in der Oberliga den ersten Auswärtssieg eingefahren - und der kam äußerst überraschend. Schließlich gastierte die abstiegsbedrohte Truppe von Trainer Markus Jahns beim Tabellendritten VC Freudenberg, der in der Saison zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hatte. Zudem reisten die Ratheimer nur mit kleinem Kader an, so dass die Ausgangslage alles andere als rosig war. Doch offensichtlich haben die Ratheimer aus den letzten fünf Partien, in denen sie neun Punkte holten, genügend Selbstvertrauen getankt, um alle Unwägbarkeiten auszublenden. Konzentriert und motiviert gingen die Ratheimer in die Partie und setzten mit dem Gewinn des ersten Satzes gleich mal ein Ausrufezeichen. Im zweiten Durchgang wurde Freudenberg zwar etwas stärker und holte sich den Satz, doch der VC konterte, legte einen 6:0-Blitzstart im dritten Satz hin fuhr durch das 25:19 den ersten Punkt ein. Als sich dann das Gästeteam im vierten Durchgang eine kollektive Auszeit nahm und mit 1:11 zurücklag, musste man sich Sorgen machen, dass es den Ratheimern wieder nicht gelingen würde, einen Sieg einzufahren. Doch der VC rappelte sich auf und bündelte seine letzten Kraftreserven für den Tiebreak. Beim Seitenwechsel lagen die Hausherren zwar noch mit 8:7 in Front, doch der VC wurde stärker und zwang Freudenberg zu Fehlern, so dass am Ende ein 3:2-Sieg (26:24, 21:25, 25:19, 13:25, 15:11) zu Buche stand. Damit klettert Ratheim auf den Relegationsplatz.

Genau auf diesem Rang liegen auch die Verbandsliga-Volleyballerinnen des Erkelenzer VV, die ebenfalls einen überraschenden 3:2-Sieg (25:20, 11:25, 14:25, 25:18, 17:15) beim MTV Köln einfuhren. Überraschend war er vor allem deshalb, weil der EVV ohne Zuspielerin Melanie Krohn und Angreiferin Linda Mademann antraten - zwei wichtige Stützen. Davon ließen sich die Gäste aber nicht runterziehen: Sie erarbeiteten sich durch gute Angaben zwischenzeitlich eine 19:13-Führung. "Als es dann zum Satzende hin eng wurde, habe ich meine Mädels schon davor gewarnt, dass Köln aufgewacht ist", sagte EVV-Coach Rudi Ritz. Seine Warnung verklang aber ungehört: In den Sätzen zwei und drei waren es die Domstädterinnen, die die Partie dominierten. "Da habe ich schon gedacht, wir kassieren eine Klatsche", erinnert sich Ritz. Doch seine Schützlinge gaben nicht auf, kämpften sich ins Spiel zurück und retteten sich in den Tiebreak. Und dort erlebte der EVV eine Achterbahn der Gefühle: Nach einer 8:5-Führung, geriet man mit 8:9 in Rückstand, wehrte beim 13:14 einen Matchball ab, um mit 17:15 zu gewinnen. "Solche Spiele lassen einen dann schon schneller altern", sagte Ritz.

(RP)