Volleyball : Zuspieler gesucht

Volleyball: Da sich Zuspieler Marcel Steffens am Donnerstag beim Training verletzt hat, ist guter Rat bei den Oberliga-Volleyballern des VC Ratheim teuer. Für das Gastspiel beim TVA Hürth III muss Trainer Hans Steffens improvisieren.

Es sollte ein entspanntes Abschlusstraining vor dem ersten Auswärtsspiel der neuen Saison werden, doch seit Donnerstagabend sind die Sorgen bei Trainer Hans Steffens größer geworden: Es waren gerade einmal knapp 15 Minuten der Trainingseinheit der Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim vergangen, da geschah das, vor dem sich mit Blick auf den Kader alle gefürchtet hatten. Bei einer Blockaktion landete Zuspieler Marcel Steffens auf dem Fuß eines Mitspielers, knickte um und musste den Rest des Trainings mit bandagiertem Fuß von der Seitenlinie aus beobachten. Damit steht hinter dem Einsatz des einzigen gelernten Zuspielers in Reihen des VCR mehr als nur ein dickes Fragezeichen, ein Einsatz heute ab 15 Uhr beim Gastspiel beim TVA Hürth III ist so gut wie ausgeschlossen.

Damit sind alle Gedankenspiele, die Hans Steffens noch vor dem Abschlusstraining gehabt haben mag Makulatur, nun wird sich der VC-Trainer etwas einfallen lassen müssen. „Einen weiteren gelernten Zuspieler haben wir nicht“, sagt VC-Libero Markus Becker, „jetzt müssen wir improvisieren“. Zwei, die für diese immens wichtige Aufgabe in Frage kommen würden sind Diagonalspieler René Steffens und Außenangreifer Philipp Rumpf, die beide schon mal probeweise das Zuspiel am Donnerstag übernommen haben. „Dennoch wird es eine riesen Umstellung für das ganze Team werden. Jetzt gilt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, es muss eine Trotzreaktion geben“, weiß Becker.

Ob die dann allerdings für die ersten Punkte der Saison reicht, bleibt abzuwarten, denn mit den Hürthern haben die Gäste aus Ratheim einen starken Gegner vor der Brust. „Der TVA hat eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern, aber auch athletischen und erfolgshungrigen Jungspunden“, weiß Becker aus vielen gemeinsamen Jahren in der selben Liga. In der vergangenen Saison verloren die Ratheimer das Hinspiel mit 1:3 und das Rückspiel mit 2:3 und 15:17 im Tiebreak, holten damals allerdings den ersten Punkt im Jahr 2018. „Grundsätzlich wird es darum gehen, den Druck das ganze Spiel über möglichst hoch zu halten und die eigene Fehlerquote zu minimieren“, sagt Becker. Die war es nämlich, die den Ratheimern beim Saisonauftakt und der 1:3-Niederlage gegen Ligafavorit Dürener TV II in der Vorwoche das Genick gebrochen hat. „Desweiteren wird es darauf ankommen, eine gesunde Mischung aus Athletik, Cleverness und Aggressivität zu finden.“

Dennoch dürften die morgigen Gastgeber leicht in der Favoritenrolle sein, da die Hürther schon beim Saisonstart die ersten Punkte eingefahren haben und somit etwas selbstsicherer auftreten sollten, als der schon leicht gebeutelte VC Ratheim.