Fußball : Zurück in die Zukunft

Fußball: Der 27 Jahre alte Danny Fäuster kehrt zum zweiten Mal zum FC Wegberg-Beeck zurück.

Wegberg Recht nah am Wasser hatte Danny Fäuster am 31. Mai 2015 unmittelbar nach dem "Endspiel" beim Bonner SC am vorletzten Spieltag der Mittelrheinliga gebaut: Mit dem 2:0-Sieg war der FC Wegberg-Beeck vor weit über 2000 Zuschauern im Bonner Sportpark Nord soeben in die Regionalliga aufgestiegen - und Fäuster hatte daran erheblichen Anteil, hatte er die Schwarz-Roten doch in Führung geköpft.

In dem Moment wusste der Innenverteidiger aber schon, dass er in der Regionalliga wohl nicht mehr dabei sein würde. Was eine Woche später Gewissheit war: Wegen der enormen Fahrerei (Fäuster wohnte damals im äußersten Kölner Süden auf der anderen Rheinseite in Zündorf und arbeitete auch in Köln) entschied sich der heute 27-Jährige, seinen Vertrag nicht zu verlängern - und heuerte stattdessen beim wesentlich näher an seinem Wohnort liegenden FC Hennef an. "Direkt nach dem Spiel in Bonn war das daher für mich schon ein schwieriger Moment. Natürlich hätte ich die Regionalliga gerne mitgenommen, doch der zeitliche Aufwand wäre für mich einfach zu groß gewesen", bemerkt Fäuster im Rückblick.

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Seit Anfang des Jahres (seinen Einstand feierte er beim Sparkassen-Hallencup auf ungewohnter Position im Tor) trägt der gebürtige Linnicher aber wieder den FC-Dress. Es ist schon seine zweite Heimkehr nach Beeck. Bereits sein letztes A-Jugendjahr (2007/08) hatte Fäuster in Beeck absolviert. Dem folgten zwei Seniorenjahre beim FC, ehe er sich im Sommer 2010 mit dem Aufstieg in die NRW-Liga zu seinem früheren Verein Germania Dürwiß verabschiedete. Nach einem Jahr kehrte der leidenschaftliche Fan Borussia Mönchengladbachs aber auch schon wieder nach Beeck zurück - nun folgt also seine dritte Phase beim FC.

Die wurde durch einen Wechsel von Wohn- und Arbeitsort möglich. Im August wurde Fäuster, von Beruf Polizist, nach Neuss versetzt - worauf er kurz vor Saisonbeginn in Hennef um Vertragsauflösung bat. Was ihm nicht leicht fiel. "Die Truppe da war auch super, und Trainer Marco Bäumer menschlich einfach überragend." Danach war Fäuster erst einmal ohne Verein, war aber Beecks Spielen häufiger zu Gast - und trainierte beim FC auch schon mal mit.

Im Dezember zog Fäuster dann nach Wegberg. "Dass meine Freundin und ich ausgerechnet dort die passende Wohnung gefunden haben, ist aber wirklich Zufall. Das hat nichts mit meiner Rückkehr zum FC zu tun", versichert er lächelnd. Auf alle Fälle hat er's zum Training nun nicht mehr weit. Und was er mit seiner neuen und doch so vertrauten alten Mannschaft erreichen will, daraus macht Fäuster keinen Hehl: "Ganz klar: Wir wollen Spitzenreiter Alfter noch vom Thron stoßen. Das ist auch ein realistisches Ziel, zumal ja nun auch wieder Simon Küppers dabei ist." Und fügt hinzu: "Ob wir dann auch aufsteigen, steht ja auf einem anderen Blatt. Die Mittelrheinliga-Meisterschaft wollen wir aber auf alle Fälle holen."

(emo)