Aus Den Vereinen: Zügige Versammlung mit einem echten Schlussakkord

Aus Den Vereinen: Zügige Versammlung mit einem echten Schlussakkord

Der VfR Granterath tagt gerade mal eine halbe Stunde. Im kommenden Jahr feiert der Verein sein 100-Jähriges.

Wenn am Ende nicht noch Barde Heinz Gerichhausen auf den Plan getreten wäre und für einen würdigen musikalischen Abschluss gesorgt hätte, dann hätte die Jahresversammlung des VfR Granterath im schmucken Vereinsheim "Zum dicken Libero" sogar nur 25 Minuten gedauert. Doch da griff der bekannte Erkelenzer Musiker zu seiner Gitarre und stimmte das Vereinslied des VfR an.

Dass dies keinerlei Anspruch auf Originalität haben kann, stellte Gerichhausen völlig zurecht zu Beginn fest: "Ich weiß zwar nicht, wie viele Fußballvereine es in Deutschland gibt, aber ungefähr jeder zweite hat diesen Song als Vereinslied." In der Tat: Die Farben sind austauschbar (im Fall des VfR Schwarz-Weiß), ansonsten ist der Text bei vielen Klubs identisch - unter anderem mit dem nicht unbedingt Sinn machenden Vers, dass der Prophet Mohammed nichts vom Fußballspielen verstehe.

Vielleicht auch deswegen kündigte Gerichhausen feierlich an, ein neues Vereinslied für den VfR zu komponieren. Das würde zeitlich prima passen, denn im nächsten Jahr feiert der VfR sein 100-jähriges Bestehen, worauf Geschäftsführer Daniel Petermann aufmerksam machte, in Fachkreisen besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Bumsemann": "Als Gründungsdatum unseres Vereins gilt der 1. August - in dieser Zeit wollen wir das Jubiläum dann auch feiern. Und wegen des runden Geburtstags werden wir 2019 auch die Erkelenzer Senioren-Hallenstadtmeisterschaft ausrichten."

Zugleich gab Petermann die Verlängerung mit Trainer Patrick Jäger bekannt, der beim Fußball-C-Ligisten die sportliche Verantwortung trägt. "Unsere drei Winter-Zugänge, allen voran Jan Bohnen mit seiner Erfahrung, helfen uns richtig weiter. Wir wollen in der Rückrunde so lange wie möglich oben dran bleiben und Kontakt zu Platz zwei halten", erklärte Jäger.

Sorgen bereitet den Rasensportlern das Schiedsrichter-Untersoll: "Die Abrechnung vom Fußballkreis Heinsberg dazu wird kommen - und die wird nicht billig werden", kündigte Kassierer Thomas Wurl an, den Vorsitzender Frank Windhorst für 25-jährige Mitgliedschaft mit der goldenen Vereinsnadel ehrte.

Äußerst zügig verliefen die Neuwahlen. Im Amt bestätigt wurden Windhorst, Petermann, Wurl und Tim Banerjee (2. Vorsitzender). Martin Schmitz amtiert als 2. Geschäftsführer, Beisitzer sind Stefan Küppers und Georg Kettl, und als Platzkassierer fungieren Manfred Schmitz und Bernhard Frauenrath. Ausgeschieden aus dieser Funktion ist der altgediente VfR-Recke Egon Pokstefl, der diesen Job rund 30 Jahre gemacht hatte. Zu Vertretern für die Vereinsgemeinschaft Granterath wurden Dominik Friesinger und Markus Jakobs gewählt.

(emo)