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Wolfgang Bosau und sein Team werden zweitbestes deutsches Team bei Kubb-WM in Schweden

Kubb : Mit dem Bulli zur WM nach Schweden

Seit 2015 ist jährlich ein Termin ganz dick rot im Terminkalender von Wolfgang Bosau markiert: Der Termin der Kubb-WM in Schweden. Dieses Mal kam der Erkelenzer auf Gotland mit seinem Team „Bomb the King“ bis ins Achtelfinale.

An die schwedische Insel Gotland hat Wolfgang Bosau ganz besondere Erinnerungen: 2015, bei seiner ersten Teilnahme, wurde der Erkelenzer im Team „Gipfelstürmer und Freunde“ Weltmeister im Kubb. Und damals war es der 70-Jährige, der den entscheidenden Wurf zum WM-Titel machte. Kein Wunder also, dass es Wolfgang Bosau nun Jahr für Jahr zur Stätte seines größten Triumphes zurückzieht: Zum vierten Mal machte sich der Erkelenzer mit seinem Sohn Norbert und seiner Enkelin Fiona mit dem Bulli auf den Weg nach Schweden, um dort mit knapp 180 anderen Teams erneut um den Titel zu kämpfen. „Das ist da immer wie ein großes Familientreffen“, erklärt Wolfgang Bosau, „dort trifft man immer wieder viele alte Bekannte aus Deutschland, der Schweiz oder aus Amerika.“

Und weil es im vergangenen Jahr für „Opi“, wie der Erkelenzer in der internationalen Kubb-Szene liebevoll genannt wird, nicht so rund lief, musste das Team „Bomb the King“ um Wolfgang Bosau bei der diesjährigen Weltmeisterschaft erstmal in die Qualifikation. Neben den 32 gesetzten Teams wurden 32 weitere Teams für die Gruppenphase gesucht – und „Bomb the King“ mussten gleich mal ordentlich ums Weiterkommen zittern. Erst im Shoot-Out sicherte sich das Team des BSV Kubb Erkelenz gegen zwei punktgleiche Teams den Sieg und zog so in die Gruppenphase ein. „Da ist es richtig eng zur Sache gegangen“, resümierte Wolfgang Bosau, „da haben wir schon ein bisschen Glück gehabt.“

Umso souveräner ging es dann für „Bomb the King“ aus Erkelenz. weiter. Zwar hatte das Team von der Papierform her mit „Gloria Victis“, „Chaska Kubb“ und „Korpen Nybro“ eine echte Hammergruppe erwischt, doch Wolfgang und Norbert Bosau, Jan Blumendahl, Matthias Marx, Markus Müller-Bachem und Stefan Vorrink ließen sich von den großen Namen nicht aus der Ruhe bringen und gingen aus allen drei Partien als Sieger hervor, marschierten so in die Runde der letzten 32 Teams. „Wir waren zwar nicht unbedingt treffsicher, aber wir haben uns immer in den entscheidenden Phasen noch mal gesteigert“, sagt der 70-Jährige.

In der nachfolgenden Partie gegen die Berliner Truppe „Durstiges Holz“ standen die Erkelenzer dann allerdings doch vor dem Aus: „Da waren wir schon mit mehr als einem Bein ausgeschieden“, erinnert sich Wolfgang Bosau, „da waren wir ganz klar auf der Verliererstraße.“ Doch es kam anders: Das Erkelenzer Team bog die Partie noch mal um und stand im Achtelfinale. Da war allerdings kein Kraut mehr gewachsen gegen die mehrmaligen Welt- und Europameister aus Berlin und Rostock, mit denen Bosau vor vier Jahren den WM-Titel holte. „Wir haben uns zwar ganz gut geschlagen, aber uns war im Vorfeld schon klar, dass es ganz schwer werden würde, die zu schlagen.“

Grund zum Trübsal Blasen war das Ausscheiden aber nicht, denn in der Endabrechnung belegte „Bomb the King“ als zweitbestes deutsches Team Rang neun.