1. NRW
  2. Städte
  3. Kreis Heinsberg
  4. Regionalsport

Fußball: Wie im Hinspiel: FC schlägt sich erneut selbst

Fußball : Wie im Hinspiel: FC schlägt sich erneut selbst

Statt wie im August das Hinspiel im Beecker Waldstadion auf Naturrasen wurde gestern das Rückspiel im Bergneustädter Wilhelm-Bisterfeld-Stadion auf einem Kunstrasen der älteren Generation ausgetragen. Und war's in Beeck sommerlich warm, so war's in Bergneustadt nun kalt – empfindlich kalt sogar: Das Thermometer kletterte kaum über null Grad, dazu pfiff auch noch ein eisiger Wind.

Statt wie im August das Hinspiel im Beecker Waldstadion auf Naturrasen wurde gestern das Rückspiel im Bergneustädter Wilhelm-Bisterfeld-Stadion auf einem Kunstrasen der älteren Generation ausgetragen. Und war's in Beeck sommerlich warm, so war's in Bergneustadt nun kalt — empfindlich kalt sogar: Das Thermometer kletterte kaum über null Grad, dazu pfiff auch noch ein eisiger Wind.

Fast eine exakte Kopie

Davon abgesehen, war die Partie tief im Bergischen Land fast aber eine exakte Kopie des Hinrundenspiels: Beeck bestimmte über weite Strecken das Spiel, hatte auch genügend gute Chancen, um sich durch krasse individuelle Fehler dann aber selbst um den Lohn zu bringen. Hieß es in Beeck am Ende 0:2, so mussten sich die Kleeblätter nun mit einem 1:2 auf den langen Heimweg machen.

"Was wir uns am Ende geleistet haben, geht gar nicht", tobte Beecks Coach André Sieberichs, "wir haben uns nach dem 1:3 in Hürth innerhalb einer Woche zum zweiten Mal durch persönliche Fehler alles kaputtgemacht. Hier durften wir nie und nimmer verlieren."

  • Lokalsport : Heute kommt RW Essen ins Beecker Waldstadion
  • Lokalsport : Sportplatz-Alternative mit Naturrasen
  • Kristian Karlsson ist eine verlässliche Größe
    Tischtennis-Bundesliga : Borussia in Topform gegen Bergneustadt

Danach hatte es eine gute Stunde lang auch überhaupt nicht ausgesehen. Ohne zu glänzen, kontrollierte Beeck die Partie und ging durch eine famose Einzelleistung René Schnitzlers, der gleich vier SSV-Akteure düpierte, auch in Führung (31.) — sein zwölftes Saisontor.

Sturmkollege Michael Meven hätte noch vor der Pause erhöhen können (38.) und hatte danach Pech, als sein Weitschuss den Querbalken streifte (50.). Die ganz große Chance zur Vorentscheidung ließ dann Schnitzler aus, der gleich zweimal am sehr guten Keeper Dustin Bäcker scheiterte (61.). "Nach dieser vergebenen Großchance wusste ich: Wir gewinnen noch", sah SSV-Coach Torsten Reisewitz hierin die Schlüsselszene.

So sollte es tatsächlich dann kommen. Für Georges Ndoums Klammern im Strafraum gegen Marcel-Daniel Walker gab's Elfmeter, nachdem Arian Berkigt den Ball in der Vorwärtsbewegung vertändelt hatte. Den Strafstoß verwandelte Vassilios Karalis mit Schmackes (67.). Danach wachte auch das Publikum auf, trieb die Heimelf lautstark nach vorne. Und als sich Ndoum bei einem langen Ball verschätzte und zudem uneins mit Patrick Ajani und Keeper Vahid Spago war, hob André Schilamow aus vollem Lauf den Ball ins verwaiste Tor (85.). Zuvor und danach hatte speziell Schnitzler, der mit Einzelaktionen ständig für Gefahr sorgte, für Beeck weitere Treffer auf dem Fuß.

Beeck: Spago — Puhl, Ndoum (88. Fäuster), Ajani, Klinger — Enache, Klitzsch (88. Alberga) — Berkigt, Walbaum — Schnitzler, Meven

(RP)