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Volleyball: VC Ratheim mit klarer Niederlage bei Fortuna Bonn

Volleyball-Oberliga : Ratheims Rumpftruppe ist in Bonn chancenlos

Mit nur sieben Spielern kassierte der Volleyball-Oberligist eine klare 0:3-Niederlage. Das Ergebnis war nicht das einzige Ärgernis.

Wie der VC Ratheim bereits selbst geahnt hatte, war er in der Partei bei den SSF Fortuna Bonn keine wirkliche Konkurrenz für den Gegner. Die Bonner hatten leichtes Spiel gegen den mit sieben Mann angereisten VC und nahmen ein lockeres 3:0 mit. „Weil wir personell aktuell so unterbesetzt sind, war es schon vorher klar, dass es kein einfaches Spiel wird – gerade gegen Bonn“, sagte Hendrike Spaar, Trainerin des VC Ratheim, „trotzdem hatte ich mir etwas mehr von der Mannschaft verhofft, sodass wir es in den Sätzen zumindest immer auf über 15 Punkte schaffen“.

Das jedoch gelang den Ratheimern nur ein einziges Mal: Im zweiten Satz zeigten die sieben anwesenden Spieler, dass Punkte möglich sind, und erkämpften sich einen Endstand von 17:25. Der erste und der dritte Durchgang entschieden die SSF Bonn allerdings jeweils deutlich für sich (25:10 und 25:8) und bewiesen damit souverän, dass sie nicht umsonst auf dem vierten Tabellenplatz stehen.

Für den VC Ratheim verlief dagegen der gesamte Spieltag nicht sonderlich zufriedenstellend – wie schon am Ergebnis ablesbar war: Zusätzlich dazu, dass der VC in Unterbesetzung anreiste, wurde die übrig gebliebene Mannschaft wie auch der Gegner durch eine deutliche Verspätung der Schiedsrichter aus den üblichen Vorbereitungen gebracht.

Als das Spiel nach über 40 Minuten startete, konnte den Spielern die Unsicherheit auf den zum Teil neuen Positionen angemerkt werden: René Steffens spielte nach langer Zeit zum ersten Mal wieder auf der Position des Zuspielers, und die Neuzugänge Gilbert Schaffrath und Jens Laibach mussten sich ohne ein langsames Heranführen auf dem hohen Niveau beweisen.

Darüber hinaus nahmen Stammspieler Felix Jansen und Libero Markus Beckers leicht erkältet am Spiel teil – damit dieses überhaupt stattfinden konnte, denn mit nur sieben Spielern gab es keine Auswechselmöglichkeiten für den VC. „Letztlich war das wie eine Kettenreaktion – man kann also schon fast sagen, dass wir das Beste aus dieser Situation gemacht haben“, sagte Hendrike Spaar. Der VC Ratheim habe gemerkt, wie viel ein einzelner Spieler ausmacht, gerade auf der wichtigen Position des Zuspielers.