Volleyball: TuS Beeck scheitert in der Aufstiegs-Relegation

Volleyball-Aufstiegskampf : TuS Beeck scheitert in Relegation

Frauen sind trotz verpasstem Verbandsliga-Aufstieg stolz auf ihre Saison. Nach einem emotionalen Sieg in Köln reichte es im entscheidenden Spiel gegen Aachen nicht. Steffi Liew erhielt einen tränenreichen Abschied.

Die Krönung einer starken Saison war den Volleyballerinnen des TuS Beeck nicht vergönnt. Trotzdem blickt Trainer Andreas Feiden nach der verlorenen Verbandsliga-Relegation auf eine starke Spielzeit zurück: „Wir haben toll gespielt. Klar, momentan sind wir noch traurig und enttäuscht, weil wir so nah dran waren. Aber wenn man ehrlich ist, hätte wirklich alles funktionieren müssen, damit wir den Aufstieg schaffen.“

Durch den zweiten Tabellenplatz in der Landesliga hatte sich der TuS für die Relegationsrunde mit dem MTV Köln II und dem SV Neptun Aachen II qualifiziert – nur für den Gewinner gab es aber einen Platz in der Verbandsliga. Die erste Partie führte die Beeckerinnen nach Köln, wo sie sich hauchdünn mit 3:2 (25:20, 25:16, 25:27, 21:25, 15:12) durchsetzten. „Das war eine emotionale Schlacht, wie wir sie alle noch nicht erlebt haben“, sagt Feiden. Nach zwei dominanten ersten Sätzen hatte der TuS beim Stand von 24:23 im dritten Durchgang Matchball, verlor den Satz aber noch. Auch der vierte Abschnitt ging an die Kölnerinnen. „Die waren immer da. Das war schon schwer, in deren rappelvoller Halle dagegenzuhalten“, sagt Feiden. Im Tiebreak führten seine Mädels bereits mit 11:0, ehe Köln sich auf 4:11 und schließlich gar 12:14 herankämpfte. Feidel ahnte böses, er nahm seine zweite Auszeit in diesem Satz, danach glückte der Matchball. „Danach sind uns Steine vom Herzen gefallen“, sagt der Trainer lachend.

Nachdem Aachen Köln mit 3:0 schlug, stand in Beeck also das Entscheidungsspiel an. „Irgendwie sind wir in die Partie aber nie so ganz reingekommen. Da hat vom ersten Moment an das Feuer gefehlt, das wir in Köln hatten“, findet Feidel. Aachen setzte sich mit 3:0 (25:19, 25:22, 25:20) durch und schaffte den Aufstieg. „Am Ende hat sich die technisch bessere Mannschaft durchgesetzt. Aachen hat verdient gewonnen“, meint der Coach.

Der glaubt aber, dass seine Mannschaft an dieser Erfahrung wachsen wird: „Auch wenn es nicht gereicht hat. Das war ein wunderschönes Erlebnis, gerade wenn ich an das Spiel in Köln denke. An einem perfekten Tag hätten wir eine Chance gehabt, so bleiben wir halt in der Landesliga.“ Schon in der regulären Saison wäre ein Aufstieg machbar gewesen, Beeck lief nur zwei Punkte hinter Meister Pulheim ein. Knackpunkt waren die Auswärtsspiele: Vier der ersten fünf Partien in der Fremde gab der TuS ab.

Zur neuen Saison muss Feidel allerdings ohne eine seiner Schlüsselspielerinnen planen: Julia Liew zieht es nach sechs Jahren im Verein nach Stuttgart. Die Mannschaft bereitete ihr einen emotionalen Abschied. „Da sind auch ein paar Tränchen geflossen“, sagt Feidel. „So einen Mensch, so eine Spielerin zu verlieren, das war schon traurig.“

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