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Volleyball-Oberligist VC Ratheim startet mit Niederlage ins neue Jahr

Volleyball : Zu hohe Fehlerquote verhindert Sieg

Volleyball: Oberligist VC Ratheim verliert das erste Heimspiel des neuen Jahres im Tiebreak gegen den starken Aufsteiger aus Windeck.

Für Jann Habbinga war die Sache auf einen Blick klar: „Beim Volleyball gewinnt nicht immer das bessere Team, sondern der, der weniger Fehler macht.“ Und damit lieferte der ehemalige Bundesligaspieler und Ex-Trainer der Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim auch gleich die Erklärung, warum sich die Ratheimer zum Auftakt des neuen Spieljahres eine 2:3-Niederlage (25:16, 20:25, 13:25, 25:20, 9:15) gegen den TSV Germania Windeck einhandelten.

Habbinga war einer von insgesamt fünf ehemaligen Trainern des VC, die sich die Partie gegen Windeck in der Halle am Parkhof anschauten und auf der Tribüne munter über das Geschehen auf dem Feld fachsimpelten. Während Habbinga in Stephan Drews einen interessierten und offensichtlich gleichgesinnten Gesprächspartner gefunden hatte,  verfolgten Markus Jahns, Andreas Buschen und Franz Hüsen das Spiel alleine und dürften sich trotzdem so ihre Gedanken zu einer Partie gemacht haben, in der die Gastgeber loslegten wie die Feuerwehr und sich nach dem ersten Satz schon sicher auf der Siegerstraße wähnten.

Doch dann passierte das, was Habbinga als Leitmantra des Volleyballsports ausgemacht hatte: Während die Gäste aus Windeck einen soliden Stiefel abspulten, produzierten die Ratheimer im zweiten und dritten Durchgang so viele Eigenfehler in Annahme, Zuspiel, Angriff und Abwehr, dass der starke Aufsteiger kaum Mühe mit seinem verunsicherten Gegner hatte. Erst in der Pause beim Seitenwechsel zum vierten Satz fanden die Hausherren offensichtlich die richtigen Worte, um sich noch einmal auf die Partie einzuschwören. „Wir haben da gegenseitig an unseren Stolz appelliert“, sagt VC-Libero Markus Becker, „und nochmal zum Angriff geblasen.“

Mit Erfolg: Denn der vierte Durchgang entwickelte sich zum hochklassigsten Satz der Partie, was vor allem daran lag, dass die VC-Akteure weniger Fehler produzierten und sich wieder Sicherheit in den einzelnen Spielelementen erarbeiteten. Die Annahme hielt dem Druck der platzierten Aufschläge der Windecker stand, Zuspieler Marcel Steffens fand zur gewohnten Routine im Angriffsaufbau zurück, so dass auch die Angreifer endlich wieder zu Punkten kamen.

Windeck seinerseits überzeugte vor allem in der Abwehr. „Es war schier unglaublich, an welche Bälle die noch irgendwie einen Finger bekamen“, zollte Ratheims Abwehrspezialist Markus Becker dem Gegner seinen Respekt. Dennoch schaffte der VC den Satzausgleich und sicherte sich damit schon mal einen Punkt.

Und bei dem sollte es auch bleiben: Nach einem guten Start in den Tiebreak mit einer 2:0-Führung geriet der VC schnell ins Hintertreffen, lag zum Seitenwechsel bereits mit 5:8 zurück und konnte diesen Rückstand auch nicht mehr aufholen.