Volleyball-Oberligist kämpft mit Personalsorgen Eine zufriedenstellende Niederlage für den VC Ratheim

Volleyball-Oberliga · Mit einer Rumpftruppe schlägt sich der VC Ratheim in der Volleyball-Oberliga gegen Meckenheim besser als erwartet. Ein Satz kann der VC sogar für sich entscheiden. Am Ende steht dennoch eine 1:3-Niederlage.

 Der VC Ratheim verlor die Heimpartie gegen den Meckenheimer SV und war dennoch zufrieden mit der Leistung.

Der VC Ratheim verlor die Heimpartie gegen den Meckenheimer SV und war dennoch zufrieden mit der Leistung.

Foto: Nipko

Die Umstände hätten kaum schlechter sein können, aber trotzdem – oder gerade deswegen – blickt der VC Ratheim sogar auf eine zufriedenstellende Leistung zurück. Beim Spiel gegen den Tabellenzweiten Meckenheimer SV unterlagen die Oberliga-Volleyballer mit einer teils angeschlagenen Rumpftruppe „nur“ 1:3. Der VC hatte sich angesichts des starken Gegners keinerlei Punkte ausgerechnet, weshalb bereits ein gewonnener Satz ein Erfolg für die Mannschaft bedeutet.

Letztlich konnten die Ratheimer die Heimpartie mit acht Spielern antreten: Mit Philipp Jantzen war noch ein zweiter Mittelblocker anwesend, auch wenn seine Teilnahme aufgrund einer Krankheitsphase erst in der letzten Sekunde feststand. Auch Marcel und René Steffens nahmen mit leichten Verletzungsproblemen am Spiel teil. Lucas Gerwert hatte durch die personellen Probleme die Gelegenheit, fast während der gesamten Partie auf dem Feld zu stehen und zu beweisen, dass er trotz der wenigen Spielpraxis nicht ohne Grund in den Kader des VC gehört.

Durch sein gutes Zuspiel legten die Ratheimer einen starken Start in den ersten Satz hin und führten zwischenzeitlich mit fünf Punkten. „Das war für uns natürlich auch erst einmal überraschend, da wir gemerkt haben, wie technisch erfahren der Meckenheimer SV ist“, sagt auch Libero Markus Becker, der aufgrund einer Schulterverletzung ebenfalls nur als Zuschauer am Spiel teilnehmen konnte. Bis zur Mitte des ersten Satzes verlief die Partie annähernd auf Augenhöhe, bevor der VC eine Serie in der bereits als Problem bekannten Annahme kassierte.

Aufgrund der wenigen verfügbaren Spieler konnte die Mannschaft nicht umstellen und reagieren, sodass Meckenheim davonzog (25:20). Den zweiten Satz entschieden allerdings die Ratheimer für sich und erkämpften sich mit einem Endstand von 25:22 ein zwar knappes, aber dennoch gutes Ergebnis.

Von diesem Erfolg beflügelt, startete der VC umso motivierter in die dritte Runde, in der allerdings erneut einiges schief ging: Gerade der Libero der Meckenheimer zeigte im Spiel sein Talent und verwandelte viele unerreichbare Bälle. Ratheim wechselte in den strategischen Angriff und spielte eher unbewegliche Gegner an, was sich bei der starken Mannschaft jedoch auch als schwierig herausstellte. Gerade bei langen Ballwechseln zog Ratheim den Kürzeren.

Dass die Truppe ohne Libero antreten musste, sorgte darüber hinaus ebenfalls für weitere Probleme. Der Meckenheimer SV entscheid den dritten und vierten Satz deutlicher für sich (25:16 und 25:19), auch wenn Ratheim bis zur Hälfte meistens gut mithalten konnte.

Markus Becker sieht die Niederlage dennoch als positiv an: „Letztendlich war es eher eine Verkettung von vielen kleinen Dingen, die für den Sieg von Meckenheim gesorgt haben. Wir hatten nie das Gefühl, dass uns das Spiel komplett entgleitet – dafür, was auf unserer und was auf der anderen Seite stand, können wir zufrieden sein.“

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