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Leichtathletik: Verschlissene Tartanbahn wird saniert

Leichtathletik : Verschlissene Tartanbahn wird saniert

Leichtathletik: Im Erkelenzer Willy-Stein-Stadion haben die Arbeiten an der rund 25 Jahre alten Kunststoff-Laufbahn begonnen.

Sie wurde in den vergangenen Jahren tagtäglich von Hunderten mit Füßen getreten, war Wind und Wetter ausgesetzt und wurde bis an ihre Grenzen strapaziert. Das alles hat deutliche Spuren hinterlassen: Die Farbe geht ab, es haben sich Vertiefungen und kleine Löcher gebildet und einige Markierungen sind nur noch zu erahnen. Das wird sich in den kommenden Wochen ändern: Bis zum Ende der Sommerferien soll die Tartanbahn im Willy-Stein-Stadion in ganz neuem Glanz erstrahlen. "Sie ist dringend erneuerungsbedürftig", sagt Joachim Mützke, Leiter des Amtes für Bildung und Sport der Stadt Erkelenz, mit Blick auf die in die Jahre gekommene Laufbahn.

Die stammt aus den 1990er Jahren und wurde letztmalig im Jahr 2001 großflächig saniert - damals wurde das Hauptaugenmerk auf die Gerade gerichtet, die durch die Kurzsprints besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Jetzt ist die Kunststoffbeschichtung weitestgehend verschlissen", sagt Techniker Kurt Nigl, der für die Stadt mit den Arbeiten im Willy-Stein-Stadion beauftragt ist. Verteilt über das gesamte 400 Meter lange Kunststoff-Oval haben sich Vertiefungen gebildet, die eine potenzielle Unfallgefahr darstellen, zudem sind die Entwässerungsrinnen defekt, wodurch sich bei Regen Pfützen auf der Bahn bilden. "Die komplette Laufbahnentwässerung muss ebenfalls erneuert werden", sagt Nigl. Dafür wurden in den vergangenen Tagen das alte System entfernt und mit einem Bagger die Erdarbeiten erledigt, so dass nun neue Rinnen gesetzt werden können. Anschließend müssen die rund 300 Quadratmeter der roten Rundlaufbahn geschliffen werden, damit später das neue rote Gummigranulat in einer Körnung von einem bis 3,5 Millimeter drauf gestreut werden kann. Damit sind die Arbeiten im Willy-Stein-Stadion allerdings noch nicht beendet - eine kleine, aber enorm wichtige Aufgabe steht dann noch aus: Die Erneuerung der Laufbahnlinierung und -beschilderung. Und dafür muss extra ein zugelassener Vermesser des Weltleichtathletik-Verbandes nach Erkelenz reisen. "Das ist Millimeter-Arbeit und erfordert höchste Präzision", sagt Mützke, "schließlich geht es ja bei Leichtathletik-Wettkämpfen um jeden Zentimeter."

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Aber nicht nur die Leichtathleten hoffen darauf, dass die Arbeiten im Zeitrahmen (geplant sind sechs Wochen) fertig werden - auch die Fußballer müssen sich bis zur Fertigstellung ein anderes Domizil suchen, da auch der Rasenplatz gesperrt ist. "Der SC 09 Erkelenz ist zum VfR Granterath ausgewichen, der SC Dynamo Erkelenz trainiert zurzeit in Venrath", sagt Platzwart Andreas Walter.

(RP)