Volleyball-Oberliga : Ex-Bundesligaspieler gibt Tipps zum Blocken

Vor dem Heimspiel gegen die Moerser Reserve war Jann Habbinga beim VC Ratheim zu Gast. Dort war er auch schon mal Trainer.

Das Blocken gehört schon seit langer Zeit nicht mehr zu den Prunkstücken im Spiel des Volleyball-Oberligisten VC Ratheim. Zu selten packen die Jungs vorne am Netz im wahrsten Sinne des Wortes „ordentlich zu“. Dabei sind gerade krachende Blockpunkte besonders motivierend fürs eigene Selbstbewustsein und besonders einschüchternd fürs gegnerische Team. Grund für die Schwäche ist zum einen die geringe Körpergröße einiger Ratheimer, aber auch das schlechte Timing und die unausgereifte Technik der Blockspieler. Deshalb gab es vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Moerser SC II am Donnerstagabend beim Training eine ganz besondere Lehrstunde: Jann Habbinga war zu Gast beim VC.

Und der Zwei-Meter-Fünf-Mann weiß genau wovon er spricht. Als ehemaliger Mittelblocker bei den Bundesligisten aus Wuppertal und Düren hat er das Blocken von der Pike auf gelernt und so manchem gegnerischen Angreifer den Zahn gezogen. Und beim VC Ratheim ist der Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz und Inhaber der B-Trainer-Lizenz kein Unbekannter. Von 2006 bis 2008 war Habbinga schon als Spielertrainer in Ratheim, in der Rückrunde der Spielzeit 2016/17 trat er gemeinsam mit Hans Steffens die Nachfolge von Markus Jahns an und führte den damals stark abstiegsgefährdeten VC durch zwei nervenaufreibende Relegationsspiele noch zum Klassenverbleib. Seitdem verfolgt der Familienvater immer mal wieder die Heimspiele des Oberligisten in der Halle am Parkhof, hält sich bei den Auswärtspartien per Liveticker auf dem Laufenden und ist nach wie vor mit einigen Spielern freundschaftlich verbunden.

Am Donnerstagabend gab es damit nicht nur ein großes „Hallo“ beim Wiedersehen, sondern auch einige wertvolle Tipps von Habbinga. So vermittelte der Ex-Bundesligaspieler in der zweistündigen Trainingseinheit nicht nur die Basics des Blockens mit Anregungen zur richtigen Handhaltung oder zum richtigen Abstand zum Netz, sondern auch das Zusammenspiel zwischen Block- und Feldabwehr und erklärte auch nochmal, welche Gedanken sich Blocker machen müssen, um möglichst erfolgreich zu sein.

Ob die neuen Erkenntnisse allerdings dazu reichen werden, am Samstag im Heimspiel gegen die junge Truppe vom Moerser SC II zu punkten, bleibt abzuwarten. Fakt ist aber: „Wir haben gegen die was gut zu machen“, sagt VC-Libero Markus Becker mit Blick auf das desaströse Abschneiden im Hinspiel. Damals verloren die Ratheimer sang- und klanglos mit 0:3 – lieferten dabei die schlechteste Saisonleistung ab. „Das Minimum ist, dass wir bis zum Schluss kämpfen und Moers Paroli bieten. Dann ist alles möglich“, ist sich Becker sicher. Jann Habbinga hat auf jeden Fall seinen Teil dazu beigetragen, dass der VC Ratheim bestens vorbereitet in seine Heimpartie geht. Gespielt wird am Samstag ab 17 Uhr in der Halle am Parkhof.