VC Ratheim nach der Niederlage beim TSV Germania Windeck

Volleyball-Oberliga : Ratheim fehlt das Quäntchen Glück

Gegen den TSV Germania Windeck kassierte der VC Ratheim in der Oberliga eine 1:3-Auswärtsniederlage. Doch Trainerin Hendrike Spaar konnte ihrer Mannschaft nicht böse sein, sie präsentierte sich spielerisch auf der Höhe.

Dass zum Erfolg manchmal auch ein wenig Glück zählt, musste der VC Ratheim am Wochenende feststellen: Beim TSV Germania Windeck hätte die Mannschaft mindestens einen Punkt mitnehmen müssen, am Ende eines hochklassigen Spiels hatten die Gastgeber aber das Quäntchen Glück mehr auf ihrer Seite. Mit einer 1:3-Niederlage gelang es den Ratheimern zwar nicht, ihren großen Erfolg des bislang letzten Auswärtsspiels in Windeck zu wiederholen, spielerisch bewiesen die Ratheimer aber ihr Können und zeigten, dass sie mit dem TSV eindeutig mithalten können.

„Das Spiel war sehr ansehnlich und knapp, es hätte genauso gut anders herum ausgehen können“, sagte VC-Trainerin Hendrike Spaar mit Nachdruck. Fast zwei Stunden lang bekämpften sich Ratheim und Windeck und zeigen viele, lange Ballwechsel sowie herausragende Abwehraktionen, bei denen sich der VC schon sicher war, einen Punkt zu erzielen. Am Ende waren es dann aber meist die Windecker, die das Glück auf ihrer Seite hatten und die Serie von Angaben beendeten. Den ersten Satz gewann der TSV noch ziemlich deutlich mit 25:13, danach zeigte sich die Ausgeglichenheit beider Mannschaften aber auch im Ergebnis: Ratheim entschied den nächsten Durchgang hauchdünne mit für 25:23 für sich

Der dritte Satz geriet dann zum Knackpunkt – der VC nutzte vier Satzbälle hintereinander, weil Windeck in den entscheidenden Situationen die Nerven bewahrte, sodass es am Ende 29:27 für die Gastgeber stand. So war der Vorteil im nächsten Durchgang auf der Seite der Heimmannschaft, die den vierten Satz mit 25:10 noch einmal deutlicher abschloss. „Wir hätten den dritten Satz gewinnen sollen, um das Spiel zu drehen. Der Mannschaft kann ich aber keinen Vorwurf machen: Wir haben viel richtig gemacht, Windeck war nur in einigen Situationen einen kleinen Ticken besser“, resümierte Spaar.

Nicht ganz so glücklich war die VC-Trainerin derweil über das Verhalten der Heimmannschaft, die beim Einspielen ihres Teams ein Kinderlied in Dauerschleife abspielen ließ und so die Nerven der Ratheimer Spieler strapazierte. Im Spiel selbst war davon allerdings nichts zu merken, schließlich konnte spielerische Leistung der Gäste überzeugen.