Analyse : Der Abstieg in die Kreisliga A war noch nie so nah

Der TuS Rheinland Dremmen hat in der Bezirksliga eine ganz schwache Hinrunde gespielt. Doch die Hoffnung lebt noch.

Als Tabellenvorletzter mit erst sieben Punkten nach der Bezirksliga-Hinrunde ist Rheinland Dremmen so abstiegsgefährdet wie wohl noch nie. Erstmals seit 1972 droht das Team von der Bühne auf Verbandsebene zu verschwinden. Um den jetzt drohenden Abstieg in die Kreisliga A noch zu vermeiden, zogen die Verantwortlichen nach der 0:1-Derbyniederlage am 12. Spieltag beim ebenfalls abstiegsbedrohten Tabellennachbarn Sparta Gerderath die Reißleine, sie trennten sich von Trainer Redzo Sakanovic, der die Mannschaft in drei Spielzeiten zuvor noch vor einem Abstieg bewahrt hatte. Nachfolger ist Ralph Tellers.

Der Saisonverlauf Mit dem 2:2 zu Hause gegen Brand am vierten Spieltag gelang der erste Punktgewinn. Der erste Sieg am sechsten Spieltag mit einem 3:1 beim überforderten Schlusslicht FSV Columbia Donnerberg waren dann aber bis zum 14. Spieltag die letzten Punkte. Da genau gewann die Truppe von Neutrainer Ralph Tellers dann völlig überraschend mit 3:0 beim starken Aufsteiger SG Stolberg. Hatte es zum Einstieg von Tellers gegen Lich-Steinstraß noch eine deutliche 2:6-Heimklatsche gegeben, schöpft man in Dremmen wieder Mut, glaubt tatsächlich an den Klassenerhalt. „Wenn ich daran nicht glauben würde, hätte ich den Job gar nicht erst angenommen“, so der neue Trainer.

Das war gut/Das war schlecht Trotz des sportlichen Misserfolgs steht man in Dremmen hinter dem Team. Sowohl Vorstand und der neue Trainer als auch der Anhang glauben an den Klassenerhalt und unterstützen ihre Mannschaft (fast) bedingungslos. Übrigens war in einigen Partien der Hinrunde auch einiges Pech dabei. Aber weil die Offensive nicht mehr wie gewohnt trifft, wird in engen Partien einfach nicht gepunktet. Erfolgreichster Schütze ist bislang Sascha Hochgreeef. Das allerdings mit nicht nur für ihn bescheidenen fünf Toren. Zu den insgesamt erst 13 Saisontoren jeweils zwei beigesteuert haben David Schulz und Kapitän Sascha Schopphoven. Für Schopphoven eine Quote, über die er in den Spielzeiten zuvor nur müde gelächelt hätte.

Personalien Neue Spieler haben sich bislang Dremmen nicht angeschlossen, dafür verlassen vier Akteure den Verein, die in der Hinrunde aber nur wenige Einsätze bekamen. Der junge René Göbbels kehrt zum Beispiel FSV Kraudorf-Uetterath, Routinier Ahmed Özdal geht zum A-Ligisten Ay-Yildizspor Hückelhoven.

Die Winterpause Die Vorbereitung beginnt für Dremmen am 18. Januar, fünf Testspiele sind geplant. Und zwar gegen VfJ Ratheim (A-Liga), SVG Scherpenseel-Grothenrath (B-Liga), SV Waldenrath-Straeten (A-Liga-Spitzenreiter), VfR Übach-Palenberg (B-Liga), und SV Golkrath (A-Liga). Doch bevor es wieder aufs Feld geht am heutigen Freitagabend die Teilnahme bei der Heinsberger Hallen-Stadtmeisterschaft an.