Lokalsport : TuS Germania feiert 100 Jahre

Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten zum runden Jubiläum lud der TuS Germania Kückhoven zum Festabend. Im Turn- und Spielverein sind nicht nur die Fußballer zuhause, sondern ebenso die Turner und Leichtathleten.

Sie gingen in Kückhoven zunächst getrennte Wege, die Turner und Fußballer. Erst 1935 schlossen sich die beiden zusammen. Und doch gilt das Jahr 1912 als Geburtsstunde des heutigen Turn- und Spielvereins TuS Germania Kückhoven. Mit einem großen Festwochenende feierte der Traditionsverein seinen 100. Geburtstag.

Vorsitzender Karl-Heinz Engling blickte in seiner Festrede auf die Anfänge zurück. Es war 1912, als der Turnverein in Kückhoven sein Stiftungsfest feierte. Zwar schafften die Turner einige Geräte an, aber das Interesse der Dorfbevölkerung hielt sich zunächst in Grenzen. Erst Jahrzehnte später schafften die Turner den Durchbruch. Da hatten sich die Turner schon längst mit den Fußballern zusammengetan.

Viele Höhen und Tiefen

Wie anderswo auch ruhten die Vereinsaktivitäten im Zweiten Weltkrieg. Fast genau ein halbes Jahr nach dessen Ende, am 11. November 1945, nahmen die Kückhovener den Sportbetrieb wieder auf. Neben Fußball standen irgendwann auch wieder Turnen und Leichtathletik auf dem Programm. Die Geschichte blieb wechselvoll, mit vielen Höhen und Tiefen. Als herausragend stellte Engling die Jugendabteilung im Fußball heraus. "Einige Talente hat es sogar zu Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und zum 1. FC Köln gezogen", sagte Engling. "Die Jugend ist die Basis für unsere Zukunft."

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Engling vergaß indes auch nicht, all' die Menschen zu würdigen, die hinter der Vereinsgeschichte stehen und in der Vergangenheit und Gegenwart Großes für den Verein leisten und geleistet haben. Dazu zählt auch die gebürtige Niederländerin Sonja Trautwein, die beim Festakt die Ehrennadel in Silber des Leichtathletikverbandes Nordrhein erhielt — ebenso Johanna Küpper, die seit Jahrzehnten TuS-Festivitäten organisiert.

Zu den Ehrengästen zählte Bürgermeister Peter Jansen, der den Mehrspartenverein mit seinem breiten sportlichen Angebot lobte. Er sagte: "Im Verein lernt der Mensch den Gemeinschaftssinn, daher sind Vereine die bedeutendsten sozialen Einrichtungen. Was wären Vereine ohne die positiven Jecken, die die Verantwortung übernehmen?"

Ganz schön alt geworden und dabei jung geblieben — das sagte Jürgen Simon, Vorsitzender des Bezirksausschusses Kückhoven. "Möge der Verein die Wege finden, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen." Dass nur das gemeinsame Handeln zum Erfolg führt, betonte Heinz Musch, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Erkelenz, und unterstrich damit die gute Entscheidung, seit 1935 den Weg gemeinsam zu gehen. Einige weitere Festredner, so Eduard Meinzer, Vorsitzender des Fußballkreises Heinsberg, Herbert Otten, Vorsitzender des Gladbacher Turngaus, und Manfred Schmidt, 2. Vorsitzender des Leichtathletikverbandes Nordrhein, gratulierten ebenso.

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