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Turnen: Überraschender Erfolg für Mannschaften des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz

Turnen : Cusaner für das Landesfinale qualifiziert

Turnen/Schulsport: Teams des Cusanus-Gymnasiums mit Doppelsieg beim Bezirksfinale in Köln.

Tiefenentspannt und in aller Gelassenheit sind Linnea Schöpfs und Rodolfo Mohren-Petersohn, beide Lehrer am Erkelenzer Cusanus-Gymnasium, mit ihren Schulmannschaften zum Bezirksfinale nach Köln gefahren – und kehrten aufgeregt und maximal erfreut zurück in die Heimat. „Das Ergebnis ist unglaublich und zeigt, dass eine Grundlage gelegt ist“, sagt Rodolfo Mohren-Petersohn.

Und das war kurz zuvor geschehen: Zwei Schulmannschaften hatte das CGE zu diesem turnerischen Wettkampf geschickt. Man wollte einfach mal sehen, wie sich die Schülerinnen und Schüler schlugen. Doch dann haben die Mädchen und Jungen beim Bezirksfinale im Turnen mit fulminanten Leistungen den Sprung zum Landesfinale, das am 17. Januar bei Hamm in Westfalen stattfinden wird, geschafft.

Es ist rund acht Jahre her, dass dem Cusanus-Gymnasium dieses Ergebnis gelang. Mehr noch: Bei den Jungs ist es sogar gute 30 Jahre her, dass das CGE mit Jungenmannschaften beim Landesfinale am Start war.

Diese neuen Erfolge, so erklärt Mohren-Petersohn, seien das Resultat neuer Wege. Heißt im Klartext: Mit Linnea Schöpfs ist eine Lehrerin zum Cusanus-Gymnasium gekommen, die in der Turnerszene bestens bekannt ist. Sie pflegt so die Kontakte zur erfolgreichen Turnabteilung – an der Spitze mit Abteilungsleiterin Monika Nüßer – des Turnvereins Erkelenz 1860. „Diese Zusammenarbeit ist einfach nur hervorragend“, betont Rodolfo Mohren-Petersohn.

Das Cusanus-Gymnasium Erkelenz hat sowohl die Mädchen-, als auch die Jungenmannschaft (beide mit den Jahrgängen 2007/2008) für die Wettkampfklasse IV gemeldet. Dies, so Mohren-Petersohn, habe die Schule deshalb gemacht, weil der Abstand zur Spitze in der WK III viel zu groß gewesen wäre, da manche Schulen bereits äußerst professionelle Mannschaften in den Wettkampf schicken. Zum Aufbau sei die WK IV daher prima. Und überhaupt: Dieser WK IV lief nicht als klassischer Turnwettkampf, sondern als neues Konzept, in dem sich die Turner als Mannschaft beweisen müssen. Anders ausgedrückt: Es werden beispielsweise so genannte Gerätebahnen geturnt, wobei etwa eine Verknüpfung zwischen Schwebebalken und Boden möglich ist. Zudem wird auch am Tau geklettert. Wer hier als Mannschaft gut funktioniert, punktet.

Während die Mädchen des CGE turnerische Erfahrung (aus Reihen des ETV) mitbringen, ist das Besondere bei den Jungs, dass kein einziger Vereinsturner ist. Referendarin Anne Raschke hat die Jungs in der Zirkus-AG fitgemacht. Rodolfo Mohren-Petersohn sagt: „Als früherer Turner hat mich das selbst überrascht, wie gut sie die Grundlagen im Geräteturnen gelegt haben. Vor allem hatten sie gegenüber der Konkurrenz keine Berührungsängste, wenn es darum ging, in Köln an das vermeintliche Mädchengerät Schwebebalken zu gehen.“ Letztlich bescheinigt er beiden Mannschaften, „in Köln ehrlichen Sport gezeigt zu haben“.

Linnea Schöpfs hat das Turnen am Cusanus-Gymnasium mittlerweile zum AG-Betrieb umgewandelt. Innerhalb der Schule läuft die Arbeit zusammen mit der Zirkus-AG. Sie, Anne Raschke und Rodolfo Mohren-Petersohn wollen nun am Ball bleiben – vor allem mit Blick auf das Landesfinale. Gelingt dort eine weitere große Überraschung, winkt die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin.

Die erfolgreichen Mannschaften des CGE sind: Janne Winzen, Greta Parletta, Lotte Meiborg, Eva und Emma Lang, Hannes Küpper, Mats und Bent Roeben, Tom Frehse und Batuew Lion.