Tom Geerkens, 18-jähriger Neuzugang des Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck

Fußball : Schon der Onkel spielte einst für Beeck

Mit 18 Jahren ist Tom Geerkens der Jüngste im Kader. Bislang hat er einen starken Eindruck hinterlassen.

Von Juli 2001 bis Februar 2006 spielte der fußballerische Feingeist Sebastian Geerkens für die Erste Mannschaft des FC Wegberg-Beeck – und ließ seine Karriere danach in der Beecker Reserve ausklingen, dort war er einer der Führungsspieler. Seit der damaligen Zeit genießt der Name Geerkens rund ums Waldstadion einen guten Ruf – nicht zuletzt auch deswegen, weil der Offensivmann stets ein untadeliges Auftreten an den Tag gelegt hatte.

Seit einem Monat gehört nun wieder ein Geerkens zum Kader des Mittelrheinligisten: Tom Geerkens – und der kennt seinen Namensvetter von damals nur zu gut: „Der Sebastian ist mein Onkel, und der hat mir diesen Wechsel auch empfohlen, als ich ihn darauf angesprochen habe“, erzählt Tom Geerkens, mit 18 Jahren das Nesthäkchen im Team.

Der Kohlscheider besucht noch die Gesamtschule in Aachen-Laurensberg, möchte dort nächstes Jahr das Abitur machen. „Da muss ich vernünftig sein: Die Schule hat noch Vorrang“, betont Geerkens. Weil das so ist, ist der Jungspund im Sommer auch nach Beeck gewechselt. Seine komplette Jugendzeit hatte er bei Alemannia Aachen verbracht, spielte dort in der vergangenen Saison in der A-Junioren-Bundesliga, war sogar Vizekapitän. „Ich war in der Jugend immer ein Führungsspieler“, unterstreicht Geerkens.

Kein Wunder also, dass Fuat Kilic, Coach von Alemannias in der Regionalliga beheimateten Ersten Mannschaft, ihn im Somer gerne auch zu Aachens Senioren hochgeholt hätte. Doch da sprach eben die Schule gegen: „Werktags um 10 oder 14 Uhr zu trainieren, geht für mich als Schüler nun mal gar nicht“, sagt Geerkens. Zumindest noch nicht: „Nach dem Abitur würde ich mir dann aber schon ein, zwei Jahre Zeit nehmen, um zu versuchen, im Profifußball Fuß zu fassen“, räumt der angehende Abiturient (Leistungskurse Deutsch und Sport) ein.

In Beeck hat er sehr rasch Fuß gefasst, spielt bislang eine sehr überzeugende Vorbereitung – sowohl auf der Sechs als auch auf der rechten Außenbahn. „Ich habe mich in Beeck auf Anhieb sehr wohlgefühlt“, betont Geerkens. Als seine größten Stärken sieht er seinen Willen und seine Zweikampfstärke an. „Am Körperlichen muss ich sicher noch arbeiten – ebenso am Kopfballspiel.“

Generell sei er ein ruhiger Typ. „Doch auf dem Platz ist das krass anders. Da gebe ich immer 100 Prozent“, charakterisiert Geerkens sein Naturell. Nicht nur von den Positionen her sei daher auch Bayern Münchens Joshua Kimmich sein Vorbild: „Ich schätze gerade auch seine Aggressivität, seinen unbedingten Willen.“ Und Geerkens’ Ziel mit der Mannschaft ist auch eindeutig: „Ganz klar, ich möchte aufsteigen.“

Beecks neuen Co-Trainer Stefan Kniat kennt Geerkens bereits bestens aus der Vorsaion bei Aachens U 19: „Er war da unser Co-Trainer.“ Und Beecks neuer Cheftrainer Michael Burlet hält ebenfalls große Stücke auf den Youngster: „Er gehört in der Vorbereitung klar zu den Lichtblicken, ist trotz seines noch sehr jungen Alters schon richtig, richtig gut und und sorgt für ordentlich Konkurrenzkampf. Genau so wollten wir das ja auch haben.“

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