Fußball : SV Kuckum hofft auf Titelverteidigung

Das Team um Spielertrainer Fatih Süngü startet am Sonntag als Vorjahressieger bei den Hallenstadtmeisterschaften von Erkelenz. Allerdings wird es für den A-Ligisten ganz schwer, den Triumph zu wiederholen, denn die Konkurrenz ist groß.

Fatih Süngü ist ein realistischer Mensch, deshalb weiß der Spielertrainer von A-Ligist SV Niersquelle Kuckum auch ganz genau, dass es ein schweres Unterfangen wird, am Sonntag den Titel bei den Erkelenzer Stadtmeisterschaften zu verteidigen. "Für mich ist die Gruppe A auf jeden Fall die Todesgruppe", sagt Süngü und dürfte damit wohl nicht ganz unrecht haben. Neben dem Titelverteidiger wurden nämlich auch die beiden Bezirksligisten Sparta Gerderath und TuS Germania Kückhoven in die Gruppe gelost sowie B-Ligist SC 09 Erkelenz. "Vermutlich kommt nur der Gruppenerste weiter, das heißt, jedes Spiel und jedes Tor zählt."

Fatih Süngü ist aber auch ein ehrgeiziger Mensch und deshalb will sich der Spielertrainer trotz der starken Konkurrenz schon in der Vorrunde nicht ins Bockshorn jagen lassen. "Ich habe eine junge Truppe, die heiß auf die Stadtmeisterschaft ist – unser Ziel ist es, mindestens ins Halbfinale zu kommen. Und nach dem verlorenen Finale in der Vorwoche haben wir auch noch eine Rechnung offen, die wir gerne begleichen würden", sagt Süngü. Darum wird er auch seine beste Formation ins Rennen schicken.

Ambitioniert, aber nicht übermotiviert gehen Sparta Gerderath und Germania Kückhoven die Sache an. "Wir wollen Spaß haben und hoffen, dass sich keiner verletzt", erklärt Spartas Trainer Bernd Nief. Vorsätze, die in der Vorwoche zum Finalsieg beim Willy-Stein-Gedächtnisturnier gereicht haben. Dort im Halbfinale ausgeschieden war hingegen der jetzige Gruppengegner aus Kückhoven, der ohne die ganz großen Ambitionen ins Turnier startet: "Das Training hat in dieser Woche Priorität", sagt Trainer Hermann-Josef Lambertz, der seine Truppe heute, morgen und am Sonntag zum Training bittet.

Anders sieht das beim dritten Bezirksligisten SV Schwanenberg aus. Das Team von Coach Frank Strothkämper trifft in Gruppe C auf Katzem, Immerath und den Vorjahresvierten VfR Granterath. "Von der Papierform her sind wir der Gruppenfavorit – zumal wir im vergangenen Jahr auch im Finale waren", erklärt Strothkämper, der diese Rolle auch gerne annimmt, "wir treten hier an, um möglichst weit zu kommen. Und wenn wir Erster werden würden, dann wäre das schon sehr schön."

Größter Konkurrent in der Gruppe ist aus Strothkämpers Sicht der VfR Granterath, der gestern bekanntgegeben hat, dass Schwanenbergs Kapitän David Katthagen nach achteinhalb Jahren bei den Schwänen zum VfR zurückkehrt. "Vielleicht treffen wir gleich wieder aufeinander", sagt Strothkämper.

(RP)