SV Kuckum: Geforderte Eigenleistung für Kunstrasenplatz ist bereits erbracht

Fußball : Kuckum hat die 100.000 Euro bereits erbracht

Die von der Stadt Erkelenz geforderte Eigenleistung für den Kunstrasen hat der SV durch die Entschädigung von RWE Power zusammen.

In der Jahresversammlung des SV Niersquelle Kuckum vor einem Jahr hatte sich Vorsitzender Thomas Portz das Beste bis zum Schluss aufgespart: „Vergangene Woche habe ich das Ergebnis des Gutachtens für unsere Platzanlage bekommen: Die Entschädigungssumme, die wir von RWE Power bekommen, ist sehr, sehr zufriedenstellend.“ Zur Erklärung: Der Kuckumer Aschenplatz selbst gehört zwar schon lange dem Bergbaubetreiber, aber das dort vorhandene weitere Interieur wie Unterstellmöglichkeiten, Flutlichtmasten, Stromkabel und Leitungen haben die Kuckumer in Eigenleistung erstellt.

Die konkrete Entschädigungssumme hatte Portz in der JHV 2018 noch nicht genannt – das holte er indirekt nun in der Auflage 2019 nach: „Auch bei uns hat die Stadt Erkelenz für den Bau unseres Kunstrasens am Umsiedlungsort eine Eigenleistung von 100.000 Euro gefordert. Die haben wir dank der Entschädigung bereits zusammen – sogar noch ein bisschen mehr, was ins geplante Vereinsheim einfließt.“ Die Entschädigung habe der Verein auch gar nicht selbst bekommen, sondern sei direkt an die Stadt Erkelenz geflossen.

Danach skizzierte Portz den aktuellen Stand des offiziell Sportpark Keyenberg/Kuckum heißenden Umsiedlungsprojekts: „Vier Kunstrasenanbieter stellen zurzeit bei der Stadt ihre Produkte vor. Wir haben da ein Mitspracherecht, schauen uns gerade von allen vieren Plätze vor Ort an.“ Der Kunstrasen und der daneben liegende Naturrasen (wegen der welligen Topografie auf etwas unterschiedlichen Ebenen) sollen gleich groß sein, bestätigte Portz auf Nachfrage unserer Redaktion – und nannte auf Nachfrage auch Zahlen: „Der Stadt schweben für den Kunstrasen die Maße 97 mal 64 Meter vor. Unser Wunsch sind 101 mal 68 Meter.“

Fakt sei auf alle Fälle, dass der Kunstrasen mit Flutlicht ausgestattet wird. „Und der Naturrasen vielleicht auch.“ Letzteren erhält der Sportpark Keyenberg/Kuckum als Entschädigung für den Rasenplatz in Keyenberg. „Generell stehen wir in sehr angenehmen und vernünftigen Gesprächen mit der Stadt Erkelenz, die bei dem Projekt ja Bauherr ist. Ich bin mir sicher, dass wir eine Top­anlage bekommen“, bekräftigte Portz. Das schließe das geplante Vereinsheim mit ein. Portz: „Auch da sind wir auf einem sehr guten Weg. Wir haben der Stadt auch schon gesagt, dass wir den Innenausbau selbst übernehmen können.“ Zur Saison 2020/21 wolle der SV den Spielbetrieb am neuen Standort aufnehmen. „Ich habe immer gesagt, dass am 1. Juli 2020 alles fertig sein sollte. Das gilt weiterhin.“

Mit reichlich Ironie und Sarkasmus würzte im Anschluss Geschäftsführer Lukas Storms seinen Bericht. Sein bester Gag: „Beim Hilfarther Nachtturnier war für unsere Dritte bereits nach der Vorrunde Schluss. Da war das für die nur ein Abendturnier.“

Weit weniger lustig sei im abgelaufenen Jahr das Verhalten etlicher Seniorenspieler gewesen, was den Umgang mit Vereinseigentum angeht: „Diese sind mit Bällen und Trikots so schlampig umgegangen wie noch nie.“ Auch der dritten Mannschaft las Storms gehörig die Leviten: „Bei der stimmt die Einstellung nicht, lässt die Beteiligung sehr zu wünschen übrig, gibt es vor Spielen viele kurzfristige Absagen. Wenn das in der Rückrunde so weitergeht, werden wir darüber nachdenken müssen, ob wir dieses Team überhaupt noch einmal melden sollen.“

Zu Beginn der JHV hatten einige Ehrungen gestanden. Zum Ehrenmitglied wurde Theo Viethen ernannt. Für 50-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Hans-Peter Klos und Harald Jütten ausgezeichnet, für 25-jährige Mitgliedschaft Hermann-Josef Felten sowie in Abwesenheit Silke und Christoph Stenzel sowie Peter Rixen.