SV Helpenstein nach Finalsieg gegen den FC Wegberg-Beeck Hallenstadtmeister

Hallenfußball : Helpenstein düpiert den Top-Favoriten Beeck

Stadtmeisterschaft Wegberg: Der SV verteidigt überraschend den Titel, schlägt im Finale die erste Mannschaft des FC verdient mit 4:2.

Speziell zwischen der vierten und sechsten Minute stand im Endspiel die Hallenfußball-Welt Kopf. Da schoss Bezirksligist SV Helpenstein Tor auf Tor gegen den haushohen Favoriten FC Wegberg-Beeck, der wegen der eigenen Ausrichtung anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums erstmals seit längerer Zeit mal wieder mit der Erstvertretung am Stadtpokal teilnahm. Der überragende und fast die gesamte Spielzeit auf dem Feld stehende Dominik Hahn (2), Calvin Francis und Robin Langer stellten binnen drei Minuten auf 4:0 für den Außenseiter.

So richtig fassen konnten die Helpensteiner das offensichtlich selbst nicht – die Zuschauer in der nur mittelprächtig gefüllten Halle hatten auf alle Fälle ihren Spaß. Erst zum Ende der viertelstündigen Spielzeit betrieben Joy-Slayd Mickels und Armand Drevina noch ein wenig Ergebniskosmetik, brachten Beeck auf 2:4 heran. Was an der faust­dicken Überraschung und der damit geglückten Titelverteidigung des SV aber nichts mehr änderte.

„Im Finale haben wir unser mit Abstand bestes Spiel gemacht, nachdem wir vorher nicht gut, sondern lediglich ordentlich gespielt hatten“, merkte Helpensteins Co-Trainer René Ferreira Tomaz an. Gemeinsam mit den Jungs einen draufmachen wolle er nun aber nicht, fügte er schmunzelnd hinzu. „Aus dem Alter bin ich raus – mich ruft heute Abend die Couch.“ Das dürfte auch bei Beecks Coach Michael Burlet der Fall gewesen sein. „Helpenstein hat verdient gewonnen. Ohne Defensive kann man eben auch so ein Spiel nicht gewinnen“, kommentierte er angefressen. Dabei waren seine Jungs ins Finale förmlich spaziert. In der Vorrunde feierten sie leichte Siege gegen Rath-Anhoven (8:0) und Klinkum (4:0), blieben da also sogar ohne Gegentor. Und im Halbfinale überrollten die Kleeblätter die Sportfreunde Uevekoven mit 10:1.

Helpenstein war dagegen zumindest einmal gefordert worden: Im letzten Gruppenspiel, in dem es um Platz eins ging, schlug der SV die Sportfreunde 3:2. Das Halbfinale war dann aber wieder eine klare Sache. Das gewann Helpenstein gegen Klinkum 4:1. Das lange Achtmeterschießen um den dritten Platz entschied dann Klinkum gegen Uevekoven mit 5:4 für sich. Eine launige Erklärung für Beecks überraschenden Einbruch im Endspiel hatte Helpensteins Routinier und Standby-Akteur René Fell: „Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die weniger schläfrig war. Beeck war ja bis dahin überhaupt nicht gefordert worden, hatte zudem lange Pausen. Wir waren etwas besser im Rhythmus.“