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Sportlerwahl: "Sportler sind lokale Vorbilder"

Sportlerwahl : "Sportler sind lokale Vorbilder"

Die Stadt Erkelenz und der Stadtsportverband zeichneten am Sonntagabend im Alten Rathaus die Sieger der Sportlerwahl 2011 aus. Neben der Würdigung der Leistungen der Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften stand auch die Bedeutung des Ehrenamtes im Mittelpunkt.

Zwölf Titel in Folge, auf Nummer 13 müssen sie noch warten — sportlich fair nahmen es die Kunstradsportler des Radsportvereins Viktoria Erkelenz-Hoven, als nicht sie selbst, sondern der Volleyball-Nachwuchs (U 13, männlich/weiblich) des Erkelenzer Volleyballvereins 2000 mit dem Titel "Mannschaft des Jahres" ausgezeichnet wurde. Das war die Überraschung bei der Ehrung der Erkelenzer Sportler des Jahres 2011. Die Stadt Erkelenz und der Stadtsportverband Erkelenz ehrten die Erfolgssportler gestern Abend im Alten Rathaus.

Herausragende Leistungen

"Erkelenz hat einen Namen in der Sportszene", sagte Heinz Musch, Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Damit blickte er auf sportliche Ereignisse wie kürzlich das Tischtennis-Ranglistenturnier. "Die Stadt als Sportstadt bietet hochwertige sportliche Veranstaltungen", führte Musch weiter aus. Vor allem das neue Erka-Bad setze Maßstäbe für den Schwimmsport. All' das führe zu der Tradition der Ehrung der Sportler des Jahres. "Die Sportler haben herausragende Leistungen erbracht, die erst nach intensivem Training möglich waren. Sie haben bewiesen, dass sich die Trainingsarbeit lohnt. Dabei lernen sie, mit Erfolgen und Misserfolgen umzugehen", sagte Musch weiter. Er richtete seinen Dank an die Trainer, Betreuer, Eltern und Vereine, die für das nötige Umfeld der Sportler sorgen. Heinz Musch freute sich zudem über die Resonanz der Bürger, die genau 1933 Abstimmungskarten ausgefüllt hatten.

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War die Wahl bei den Mannschaften eine Überraschung — auf Platz drei kam die Leichtathletik-Mannschaft des Cornelius-Burgh-Gymnasiums —, hat sich bei den Sportlerinnen auch schon eine Abo-Siegerin herauskristallisiert: Leichtathletin Christina Zwirner erreichte unter anderem wegen ihres Deutschen Hallentitels über 400 Meter Platz eins. Die Zweite, Leichtathletin Michelle Döpke, überzeugte mit ihrem Deutschen Meistertitel im Dreikampf im Rasenkraftsport. Tänzerin Nadine Frings, "aufgewachsen" bei der TSG Erkelenz, wurde 2011 WM-Dritte in Litauen.

Das Talent von Jonas Hanßen, Sieger bei den Sportlern, ist im Grunde kein Wunder, hat er doch hier viel von seinen Eltern Peter und Petra geerbt. Der junge Leichtathlet ist Deutscher Meister der B-Jugend über 400 Meter Hürden. Der Schwanenberger Erfolgsturner Helmut Morjan kam auf Platz zwei, der Deutsche Meister der Turnsenioren (M 55) holte hier zuvor acht Vizemeistertitel. Über Platz drei freute sich Tischtennissportler Frank Picken (unter anderem Sieger im Kreis-Endranglistenturnier im Bezirk Mönchengladbach).

Die Leistungen würdigte auch Bürgermeister Peter Jansen. Er bezeichnete die Sportler als "lokale Vorbilder". "Die Sportler sind Vorbilder für unsere Gesellschaft und zeigen, was man mit Einsatz, Fleiß, Disziplin und Talent erreichen kann." Für die Entwicklung dieser Vorbilder seien Voraussetzungen notwendig. Damit meinte er die Sportvereine. "Hier sind es Menschen, die sich in die Vorstandsarbeit einbringen oder als Trainer, Betreuer und Helfer tätig sind — ehrenamtlich zum Wohle der Sportler." Die geehrten Sportler erhielten viel Applaus, sogar "Standing Ovations" bekamen Erika Herrmann und Heinz Dickert, die sich um das Ehrenamt verdient gemacht haben und dafür ausgezeichnet wurden.

Musikalische Akzente des Abends setzte Markus Knoben, der seine Künste am Marimbaphon (gehört zur Familie der Xylophone) zeigte. Kabarettistische Einlagen präsentierte Monika Hintsches als Trude Backes.

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