Fußball : Sportfreunde mit zweitem Heimsieg in Folge

Frauen-Regionalliga: Gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg II siegt Uevekoven in Überzahl mit 3:1.

Normalerweise ist es üblich, dass Trainer bei Amtsantritt Bedingungen stellen, ehe sie den neuen Job übernehmen. Bei den Sportfreunde Uevekoven waren es allerdings die Spielerinnen, die eine Forderung an ihren Trainer Marcel Herzog hatten: "Die wollten mich nur, wenn ich ihnen zugestehe, dass sie ein Bier trinken dürfen, wenn sie gewinnen", erinnert sich Herzog an seine ersten Gespräche im Dezember 2014. Vielleicht ist es gerade auch dieses Zugeständnis, das die Zusammenarbeit zwischen Herzog und seinen Mädels so erfolgreich macht. Mit Zuckerbrot und Peitsche hat der Coach sein Team inzwischen in die Regionalliga geführt. Und dort gab es gestern Nachmittag um kurz nach 15 Uhr das nächste Bier, denn die Sportfreunde feierten durch den 3:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg II den zweiten Heimsieg in Folge. Damit liegen die Uevekovenerinnen nicht nur mit 15 Punkten auf Tabellenplatz sechs, sondern sind damit auch der beste Aufsteiger der Liga.

Allerdings war gegen das Schlusslicht nicht alles Gold, was glänzte. Besonders in der ersten Halbzeit war Herzog nicht zu 100 Prozent mit seinen Schützlingen zufrieden: "Da hat nicht alles geklappt, und spielerisch haben wir auch nicht überzeugt. " Und so stand es zum Pausenpfiff auch nur 1:1. Elena von den Driesch hatte die Gastgeberinnen in der 23. Minute in Führung gebracht, die hielt aber nur drei Zeigerumdrehungen, da glich Isabel Schenk schon wieder aus.

Aus der Ruhe bringen ließen sich die Uevekovenerinnen durch diesen Rückschlag aber nicht: Mit frischem Wind und viel Elan kamen die Sportfreunde aus der Kabine, suchten gleich die Entscheidung. Während Christel Behr in der 48. Minute noch einen Flugkopfball vergab, machte es Elena von den Driesch mit ihrem zweiten Treffer des Tages besser. Nach einer Flanke von Annika Loose von der rechten Seite hatte die junge Stürmerin keine Schwierigkeiten, den Ball aus kurzer Distanz zum Führungstreffer einzuschieben.

Gelaufen war die Partie damit aber noch nicht: Zwar kassierte Duisburgs Selina Maria Boveleth eine Rote Karte, doch die Gäste kamen in der 82. Minuten noch einmal ganz gefährlich vors Tor von Clara Elsholz. Die musste ihre ganze Körpergröße von 1,85 Metern einsetzen, um den Ball noch aus dem Winkel zu fischen. "Wir haben halt nicht umsonst die beste Torhüterin der Liga zwischen den Pfosten", sagte Herzog, der nur zwei Minuten später mit seinen Mädels das 3:1 von Annika Loose feierte.

(RP)
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