Sportabzeichentag in Wegberg : Fit in der Gemeinschaft

Zum zweiten Mal stand beim Stadtsportverband Wegberg der Sportabzeichentag auf dem Plan. Klar erkennbar war, wie gut es funktioniert, sich zusammen im Team vorzubereiten. Auch Bürgermeister Michael Stock testete sein Können.

Noch hatte er die Jeans nicht gegen eine Sporthose ausgetauscht. Aber dafür versuchte er schon mal, die Kugel auf den Weg zu schicken. „Wann genau findet nächstes Jahr der Sportabzeichentag statt?“, fragte Wegbergs Bürgermeister Michael Stock interessiert bei Manfred Maschke, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Wegberg, und SSV-Geschäftsführerin Beate Rönnebeck nach. Logisch: Die zweite Auflage des Wegberger Sportabzeichentag stieß auch beim Verwaltungschef, der der Veranstaltung einen Besuch abstattete, auf großes Interesse. Erstmals hielt Stock dabei übrigens einen Schleuderball in der Hand.

Nicht nur im Hans-Gisbertz-Stadion an der Ophover Mühle stellten sich die eifrigen Athleten den verschiedenen Prüfungen, auch im Grenzlandringbad und in der Halle an der Maaseiker Straße kämpften sie um gute Ergebnisse. Darunter auch Manfred Maschke selbst, der auf dem Weg zurück ins Stadion eine äußerst zufriedene Miene aufsetzte. Der Grund dafür hieß Hochsprung: „Das fehlte mir noch. Meine 1,15 Meter bedeuten Gold. Zum vierten Mal“, sagte sich der Vorsitzende erfreut. Neben ihm stand derweil jemand, der sich den Prüfungen schon zum 54. Mal stellte – Rolf Gerhards darf man zweifelsfrei ein sportliches Urgestein nennen. „Als ich damals von einem anstrengenden Tag im Büro nach Hause kam, schickte mich meine Frau auf die Strecke. Das tat sehr gut, war ich doch nach dem Laufen immer sehr ausgeglichen“, betonte der mehr als 80 Jahre alte Senior.

Interessiert hörte sich das auch Tom Eisentraut, bestens bekannt in der Region als Fußball-Schiedsrichter, an. Erstmals hat er mitgemacht und die Anforderungen für Bronze erfüllt. „Der Dank gilt denen, die uns in der Gruppe vorbereitet haben. Das war klasse, weil nach nur zehn gemeinsamen Einheiten klar war, dass sich die eigenen Leistungen deutlich verbessern“, sagte Eisentraut, der stellvertretend für die Gruppe aus knapp 50 Sportlern den Prüfern kleine Präsente zum Dank überreichte.

Die fachliche Kompetenz der Prüfer, die nach Angaben der Prüflinge stets für eine gute Atmosphäre gesorgt hatten, wurde ohnehin herausgestellt von den Prüflingen – womit wohl geklärt sein dürfte, dass auch 2020 ein Sportabzeichentag im Kalender stehen wird. Die Verantwortlichen des Stadtsportverbandes Wegberg unterstrichen in diesem Zusammenhang die Vereine, ohne deren Hilfe ein solches Angebot gar nicht stattfinden könnte. Sie machen mit ihrer Expertise die Durchführung der verschiedenen Disziplinen erst möglich.

Wegbergs Bürgermeister Michael Stock beim Kugelstoßen. Foto: Stadtsportverband Wegberg

Das Deutsche Sportabzeichen gibt es bereits seit 1912. Damals wurde es nach ausländischem Vorbild von der Hauptversammlung des Deutsches Reichsausschusses für Olympische Spiele gegründet. Während im ersten Jahr ganze 22 Männer (Frauen durften damals noch nicht teilnehmen) das Abzeichen erhielten, sind es mittlerweile pro Jahr beinahe eine Million Menschen, die die Prüfungen in Deutschland erfolgreich absolvieren. Bis heute hat sich am Grundprinzip des Sportabzeichens dabei nur wenig geändert. Die Teilnehmer müssen Übungen in den Bereichen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Schwimmfertigkeit absolvieren. Je nach dem, wie gut sie dabei abschneiden, erhalten sie das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold.

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