Spitze des sportlichen Eisbergs

2200 Stimmkarten votierten für Leichtathletin Christina Zwirner, Tischtennisspieler Lukas Koy und die Kunstradsport-Schülermannschaft von Viktoria Erkelenz-Hoven. Hans-Willi Adams und Wolfgang Küppers die Ehrenamtler.

"Die Stadt Erkelenz zählt in 56 Vereinen 20 000 Sportlerinnen und Sportler, und Ihr seid die Spitze dieses sportlichen Eisberges", strahlte Heinz Musch, seines Zeichens Vorsitzender des Stadtsportverbandes Erkelenz, der gemeinsam mit der Stadt Erkelenz und der Kreissparkasse Heinsberg zum 14. Mal eine Wahl zur Sportlerin, zum Sportler und zur Mannschaft des Jahres organisiert hatte.

Nach einer knapp einmonatigen Wahlperiode und exakter Auswertung durch Joachim Mützke und Manfred Steinwartz, den Experten im Sportamt der Stadt, die immerhin 2200 Stimmkarten zu "beackern" hatten, wurde gestern Abend im Festsaal des "Alten Rathaus" das Geheimnis um die neuen Titelträger gelüftet.

Wie im Sportjahr 2008

  • Ehrenamtler im Blickpunkt

Die aber waren zu zwei Dritteln die alten, also wie schon 2008. Was für Kenner der Sportszene eigentlich auch kein Geheimnis gewesen sein dürfte. Die ETV-Leichtathletin Christina Zwirner hatte zwingend auf sich aufmerksam gemacht: Deutsche Meisterin der B-Jugend über 400 m und Silbermedaille beim Europa-Jugendfestival im finnischen Tampere. Der Vierer-Schülerreigen des RV Viktoria Erkelenz-Hoven wurde Deutscher Meister. Übrigens ein ganz besonderer, denn es war der 50. DM-Titel für ein Hovener Kunstrad-Team.

Spannung versprach eigentlich nur die Wahl zum Sportler des Jahres, wo die Meister der beiden letzten Jahre nicht mehr dabei waren. Aber die jeweiligen Vizemeister Friedrich Mäurer (86; Turnen) und Lukas Koy (15; Tischtennis) von 2007 und 2008. Und der Tischtennisspieler setzte sich durch, weil er die Fachjury mit seinen Leistungen bei Stadt-, Bezirks- und Westdeutschen Meisterschaften zu überzeugen wusste. Lukas ist erst der zweite Erkelenzer Sportler des Jahres, der aus dem "Zelluloid-Lager" kommt. Im Premierenjahr der Sportlerwahl 1996 war dies Dominik Halcour gelungen, der damals gemeinsam mit dem heute auf Weltranglistenplatz vier stehenden Timo Boll in der Schülernationalmannschaft spielte.

Aber nicht nur die Sieger und die Nominierten der drei Wahlen sind für den Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen "die Helden", sondern auch jene, die Sport der Kameradschaft wegen betreiben, aber auch jene, die in den Vereinen im Hintergrund wirken und anderen Menschen die Möglichkeit geben, sich sportlich und gesundheitsfördernd zu betätigen. Jansens Versprechen, dass Erkelenz trotz knapper Kassen die Sportstätten auch weiterhin kostenlos anbietet, wurde von den sportlichen Gästen im "Alten Rathaus" mit Beifall bedacht.

(RP)