Lokalsport : Spatenstich für Sandplatz

Nach jahrelangem Kampf mit vielen Rückschlägen kommt der Erkelenzer VV der Verwirklichung eines großen Traums näher: In unmittelbarer Nähe zur Erka-Halle wurde mit dem Bau einer Beachvolleyballanlage begonnen.

Beachsport Gras, Wurzeln, altes Gestrüpp, jede Menge umgewühlte Erde und ein großer Bagger – zurzeit braucht man noch eine gehörige Portion Vorstellungsvermögen, wenn man einen Fuß auf das Gelände setzt, wo ab dem kommenden Jahr in feinstem Quarzsand die Beachvolleybälle fliegen sollen. Zwischen dem Ascheplatz an der Erka-Halle und der Kreismusikschule entsteht auf Initiative des Erkelenzer VV eine Multifunktionsanlage mit vier Spielfeldern, auf der in Zukunft Beachvolleyball, -soccer, -handball oder Beachminton auf einer Fläche von 75 mal 26 Metern gespielt werden kann.

17 Jahre Anlaufzeit

17 Jahre Anlaufzeit benötigte der Erkelenzer VV, um seinen Traum zu verwirklichen. "Seit 1995 haben wir mit Einbeziehung der Stadt Erkelenz die unterschiedlichsten Standorte auf ihre Eignung untersucht", erklärt Klaus Roosen, Vorsitzender des EVV, "leider ist unser Vorhaben immer wieder an Auflagen oder der fehlenden Zustimmung von Anwohnern gescheitert." Deshalb war es für Roosen auch wie ein Sechser im Lotto, als dem Verein eine geeignete Fläche an der Kreismusikschule angeboten wurde und dieser Standort auch im Ausschuss für Kultur und Sport einstimmig verabschiedet wurde. "Hiermit bekommen wir in der Schul- und Sportstadt Erkelenz eine weitere Sportstätte auf höchstem Niveau", freut sich Roosen.

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In Zusammenarbeit mit dem Architektenbüro J+J Vieten wurden die Planungen abgeschlossen – nun hat der erste Bauabschnitt begonnen. In dessen Verlauf wird nun als erstes der Erdaushub folgen, dann werden rund sieben Meter tiefe Versickerungsschächte gebohrt, ehe eine etwa 30 Zentimeter dicke Kiesschicht als Drainage aufgebracht wird. Zudem werden noch Betonfundamente gegossen und eine rund 40 Zentimeter dicke Sandauflage als Spieluntergrund angeliefert – für die sich sogar kurzfristig noch ein Sponsor gefunden hat. "Soweit die finanzielle Lage es erlaubt, wollen wir auch noch die Randeinfassung vornehmen", sagt Roosen. Die Fertigstellung und Eröffnung der Anlage ist dann für Anfang Mai des kommenden Jahres vorgesehen – wenn alle Arbeiten im Zeitplan bleiben.

Genutzt werden kann die Anlage dann nicht nur von den Mitgliedern des Erkelenzer VV wie der Vorsitzende des Vereins erklärt: "Geöffnet ist die Anlage dann für jedermann. Und auch Schulunterricht ist nach der Fertigstellung hier denkbar." Was die Nutzung kostet und nach welchen Kriterien auf dem Sandareal gespielt werden kann, das muss der EVV noch in einer seiner kommenden Mitgliederversammlungen klären. "Feststeht aber, dass wir diese Plätze mit Leben füllen wollen und auch Turniere ausrichten werden", blickt Roosen in die Zukunft.

(RP)