Fußball : Mit fast perfekter Rückrunde in die Bezirksliga

Sparta Gerderath hat in der vergangenen Saison den direkten Wiederaufstieg geschafft. Vor allem dank einer stabilen Abwehr in der Rückserie.

Die Freude bei Bernd Nief kannte keine Grenzen. Der Fußball-Trainer hat mit seiner Mannschaft nach dem Abstieg in die Kreisliga A die direkte Rückkehr auf die Bezirksebene geschafft. Am Ende lag die Sparta mit 65 Punkten lediglich einen Zähler hinter Helpenstein.

Das Saisonziel „Aufstieg“ hatten die Vereinsverantwortlichen zu Beginn der Spielzeit 2018/2019 nicht geäußert. Vielmehr sei man darauf bedacht gewesen, sich in der Liga zu stabilisieren und zu festigen. „Das hat auch ganz gut geklappt“, sagt Nief über den Saisonstart. Die ersten vier Spiele blieb Gerderath ungeschlagen. Die Auswärtsniederlage beim späteren Drittplatzierten Viktoria Waldenrath-Straeten steckte die Elf von Bernd Nief auch noch gut weg und ließ weitere Siege folgen.

Zum Abschluss der Hinrunde leisteten sich die Gerderather allerdings einen Durchhänger, der sie am Ende beinahe den Aufstieg gekostet hätte. Nur ein Sieg aus sechs Spielen – zu wenig, um sich auf den vorderen Plätzen in der Kreisliga A behaupten zu können. Die Niederlage gegen den Meister Helpenstein tat in dieser Phase zwar weh, doch viel bitterer war die 5:4-Pleite gegen den späteren Absteiger FSV Geilenkirchen. Da hatte Gerderath sieben Punkte Rückstand auf den zweiten Platz und sogar deren elf auf den ersten.

„Wir wollten den Hebel in der Rückrunde umlegen und als Mannschaft das Maximale aus uns herausholen“, sagt Nief. Und die Spieler folgten seinen Worten. In der Rückserie holte Gerderath 40 von 42 möglichen Punkten, die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg. Ein Erfolgsfaktor war die defensive Stabilität. „Wir haben in der Rückrunde kaum Chancen zugelassen und nur noch sieben Gegentore kassiert. Mit jedem weiteren Erfolgserlebnis haben die Jungs mehr an sich geglaubt“, lobt der Trainer. Ein besonderes Ausrufezeichen setzten die Spartaner beim 4:0-Auswärtssieg bei Meister Helpenstein. Als mindestens genauso wichtig erachtet Nief den umkämpften 3:2-Erfolg bei Blau-Weiß Breberen. „Danach war mir klar, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen“, sagt er. Auch der Sieg gegen Aufstiegskonkurrent Waldenrath förderte das Selbstvertrauen der Spieler.

Als der Aufstieg bereits feststand, feierten die Spartaner am letzten Spieltag beim 11:0 gegen Absteiger FSV Geilenkirchen nochmal ein Torfestival, was logischerweise zu einer tollen Aufstiegsfeier nach dem Spiel beitrug. Und gleichzeitig nahm Sparta erfolgreich Revanche für die letzte Niederlage Ende der Hinrunde.

Nun laufen die Planungen für die neue Spielzeit in der Bezirksliga, wobei Trainer Bernd Nief auf einen bekannten Namen in Gerderath in Zukunft verzichten muss. Team-Manager Christian Schmitz trainiert in der kommenden Saison den SV Niersquelle Kuckum in der Kreisliga A. Auch Marcel Merten verlässt den Verein und läuft künftig für den SC Erkelenz auf. Auf der anderen Seite hat die Sparta mit Lars Blatnik (Viktoria Kleingladbach) und Christopher Görtz (VfJ Ratheim) auch schon zwei neue Spieler verpflichtet. Das Ziel ist klar: Klassenerhalt. „Wenn wir aber mehr erreichen können, nehmen wir das natürlich gerne mit“, sagt Nief.