Fußball: Sparta Gerderath feiert 5:1-Sieg in Waldfeucht

Fußball : Sparta Gerderath feiert 5:1-Sieg in Waldfeucht

Bezirksliga: Das Team von Trainer Bernd Nief präsentiert sich offensiv ganz stark. Patrick Knorn, Sven Jansen und Martin Rachau treffen.

Bernd Nief hätte sich gestern Nachmittag kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ganz entspannt zurücklegen können: Patrick Knorn hatte gerade im Derby beim SV Waldfeucht-Bocket für das 4:1 der Gerderather gesorgt und damit alles klar gemacht. Doch Zurücklegen und Genießen ist offensichtlich nicht die Sache des Trainers von Sparta Gerderath: Fast ununterbrochen tigerte Nief an der Seitenlinie entlang, gab seinen Schützlinge lautstarke Anweisungen und zeigte seinen Unmut über Ballverluste. "Trotz des klaren Sieges haben wir heute nicht so gut in der Abwehr gestanden, wie in den vorherigen Spielen", erklärt Nief sein Verhalten nach Spielende.

Gut, dass sich die Sparta gestern Nachmittag wieder einmal auf ihre Offensive verlassen konnte: Kaum waren die 22 Akteure auf dem Platz, da klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Gastgeber. Patrick Knorn schob nach rund 30 Sekunden zum 1:0 für Gerderath ein — und das in geliehenen Schuhen. Knorn hatte beim Taschepacken offensichtlich zum falschen Schuhwerk gegriffen und musste so auf eine Leihgabe von Mitspieler Egzon Gjosha zurückgreifen.

Nachteile hatte Knorn davon aber nicht — steuerte er ja gleich zwei Tore zum klaren Sieg seines Teams bei. Gjosha bekam seine Schuhe nach Knorns Auswechslung auch brav zurück — allerdings mit einem frechen Spruch: "So haben die Schuhe wenigsten auch mal Tore geschossen", kommentierte Knorn frech. Und auch sonst hatte die Sparta gut Lachen: Zwar hielt die 1:0-Führung nur gute zehn Minuten — Marcel Holterbosch sorgte in der 13. Minute für den Ehrentreffer der Platzherren — aber anbrennen ließen die Gerderather nichts: Nur weitere zwei Minuten später stellte Martin Rachau den alten Toreabstand wieder her, ehe Sven Jansen in der 20. Minute so gar noch auf den 3:1-Halbzeitstand erhöhte.

Jansen war es dann auch, der nach dem zweiten Treffer von Knorn (48.) für den Schlusspunkt in einer ansehnlichen Partie setzte. Mit einem wunderschönen Schlenzer überwand er SV-Keeper Oliver Mobers und ließ sich von den mitgereisten Fans und seinen Mannschaftskollegen vor der gut gefüllten Tribüne feiern. "Er macht eine gute Sparta im Moment noch besser", zollte Waldfeuchts Coach Nico Herzog Sven Jansen Respekt, "er war für uns einfach nicht zu verteidigen".

(RP)
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