Fußball: Sparta beweist Moral, verliert aber in Nachspielzeit

Fußball : Sparta beweist Moral, verliert aber in Nachspielzeit

Landesliga: Die Sportfreunde Düren erzielen den 3:2-Siegtreffer gegen den Liganeuling erst in der 92. Spielminute.

120 Sekunden war gestern Nachmittag für Sparta Gerderath das Spiel zu lang - sonst hätte das Team von Trainer Bernd Nief gleich im ersten Auswärtsspiel seiner Landesliga-Geschichte bei den Sportfreunden Düren etwas Zählbares mit nach Hause genommen. Doch in der Nachspielzeit kassierte der Liganeuling das 2:3 und steht nach einem aufopferungsvollen Kampf mit leeren Händen da. "Das Team hat Moral bewiesen", resümierte Nief nach Spielende, "umso mehr ist diese Niederlage ein herber Nackenschlag."Diese Einschätzung bestätigte nach Schlusspfiff ein Blick in die Gesichter der Spieler: Mit leere Blicken und zusammengekauert am Boden konnten die Gerderather im ersten Moment gar nicht so richtig fassen, was passiert war. "Ich hoffe jetzt, dass wir die richtigen Schlüsse aus diesem Spiel ziehen", sagte Nief, "denn es hat gezeigt, dass wir noch handlungs- und gedankenschneller sein müssen."

Und das wurde besonders in der ersten Halbzeit deutlich: Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da klingelte es zum ersten Mal im Kasten von Spartas Keeper Sven Krimp. Nach einem Gerderather Ballverlust im Mittelfeld tauchte Dürens Mannschaftskapitän Ferhat Celik alleine vor Krimp auf, umspielte diesen und schob die Kugel ganz lässig zum 1:0 ein. Als dann in der 33. Minute auch noch das 2:0 von Chama Kaira folgte, musste man kurzfristig Sorge haben, dass das eine ganz bittere Angelegenheit für die Sparta werden könnte, denn Torchancen waren bis dahin Fehlanzeige. Doch plötzlich fassten die Grün-Weißen wieder Mut: In der 35. Minute lenkte Dürens Keeper Klajdi Kuka den Schuss von Daniel Wozniak noch gerade so über die Latte, in der 40. rettete dann nach einem Schuss von Martin Rachau der Pfosten die 2:0-Halbzeitführung für die Dürener.

In der zweiten Halbzeit legten die Gerderather dann einen Blitzstart hin, der wieder Hoffnung machen sollte: Sven Jansen verkürzte in der 46. auf 1:2, danach hatte unter anderem Marco Bausch große Chancen den Ausgleich zu machen - vergab aber. Aber auch Düren blieb gefährlich und bekam dann in der 67. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Sven Jansen sollte zuvor bei einem Freistoß den Ball in der Mauer an die Hand bekommen haben. Während die mitgereisten Gerderather Fans noch lautstark ihrem Unmut kundtaten, schnappte sich Celik den Ball und legte ihn auf den Punkt. Sieger blieb in diesem Duell allerdings Sven Krimp. Als dann auch noch in der 83. Minute auf der Gegenseite der Ball nach einer Flanke von Marcel Merten zum 2:2 im Tor landete, schien der Tag doch noch ein gutes Ende für die Gerderather zu nehmen. Doch dieses Mal dauerte das Spiel eben nicht nur 90 Minuten. "Die Partie hat eben gezeigt, dass man sich in dieser Liga keine Fehler leisten kann, die werden eiskalt ausgenutzt", sagte Nief.

(RP)
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