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Schwimmen in Hückelhoven: Migrantinnen machen ihr Seepferdchen

Schwimmprojekt in Hückelhoven : Migrantinnen machen ihr Seepferdchen

Zum dritten Mal halfen Stadt, Rotes Kreuz und das Kommunale Integrationszentrum jungen Frauen dabei, das Schwimmen zu erlernen. Die waren begeistert und bedankten sich mit einem Festmahl.

Sherin war überglücklich. „Ich habe nie gedacht, dass ich Schwimmen lernen kann“, sagte sie, nachdem sie ihre Seepferdchen-Urkunde in Empfang nehmen durfte. Doch nicht nur sie war glücklich. Auch ihre Schwester, ihre Tochter und ihre Nichte haben am Projekt „Fit für das Schwimmbad“ teilgenommen. Initiiert wurde es vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Heinsberg, dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und dem Kreissportbund. Dabei soll Migranten dabei geholfen werden, das Schwimmen zu lernern. Einmal mehr wurde das Projekt mit der Stadt Hückelhoven erfolgreich abgeschlossen. Die Stadt hatte in den Osterferien das Schwimmbad zur Verfügung gestellt. Die Übungsleiter sind inzwischen auf diesem Gebiet alte Hasen, immerhin fand das Ganze zum dritten Mal statt.

In diesem Projekt ging es darum, die Schwimmfähigkeiten der Teilnehmerinnen des Kurses vom Dezember 2018 zu verbessern. Sie nahmen mit Erfolg erneut teil, am Ende waren alle im Besitz des Seepferdchen-Abzeichens. Einige Teilnehmerinnen waren für das Angebot so dankbar, dass sie für die Übungsleiter ein traditionelles syrisches Festmahl kochten und damit das Jahresabschlussfest im KAI Heinsberg (Kristallisationspunkt gegen Armut durch Integration) bereicherten.

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Der richtig große Erfolg des Projektes hat sich nun eingestellt: die Absolventinnen gehen mittlerweile häufig an Damenbadetagen ins Schwimmbad. Während bislang nur Frauen und Mädchen am Schwimmprojekt teilnahmen, planen KI und DRK nun neue Angebote: Für Männer und Söhne sowie für ganze Familien mit Fluchterfahrung oder andere Menschen mit Migrationshintergrund, die sich bisher nicht trauten, schwimmen zu lernen oder Angst vor dem Wasser haben.

(RP)