Schwäne weg vom Abstiegsplatz

Nach dem 1:0 im Derby gegen Gerderath steht Schwanenberg erstmals in der Saison nicht auf einem Abstiegsplatz. Das Tor markierte Stefan Deckers per Kopf. Kückhoven verliert 0:1 gegen Rurdorf, Brachelen 1:4 gegen SV Eilendorf.

bezirksliga, staffel 4 Doppelt jubeln an diesem 23. Spieltag durfte der SV Schwanenberg. Nicht nur der 1:0-Derby-Sieg gegen Sparta Gerderath wurde gefeiert, sondern auch das Verlassen der Abstiegsplätze. Auf diesen zu finden sind jetzt der SC Kellersberg (0:2 bei Rhenania Richterich), der VfR Linden-Neusen (0:2 zuhause gegen den FC Inde Hahn) und Yurdumspor Aachen (1:2 bei Borussia Brand). Heimniederlagen kassierten zudem die "Lokalmatadoren" SV Brachelen (1:4 gegen den SV Eilendorf) und – welch Überraschung – auch der TuS Germania Kückhoven (0:1 gegen den FC Rurdorf).

TuS Germania Kückhoven – FC Rurdorf 0:1 (0:0). Ausgerechnet gegen den auswärts bisher nun wirklich nicht überzeugenden Gast aus dem Fußballkreis Düren leistete sich die Germania die dritte Heimniederlage. Siegtorschütze für den FC war in der 70. Minute Frank Bauer, der nach einer Rechtsflanke ungehindert einschießen durfte. Zuvor hatten die wenigen Zuschauer nur "Sommerfußball im April" gesehen, so der O-Ton des TuS-Vorsitzenden Karl-Heinz Engling. Weil Rurdorf aber ein leichtes Chancenplus hatte, sei der Sieg auch nicht unverdient gewesen, so Engling weiter. Als kleine Entschuldigung mag für den TuS vielleicht gelten, dass es auf die Stammkräfte Dennis Puhl (krank) und Marcel Goebels (Urlaub) verzichten musste.

SV Brachelen – SV Eilendorf 1:4 (1:0). Trotz der Ausfälle von Ibo Coroz und Ramazan Alkan – beide gesperrt – bot Brachelen dem Klassenprimus über weite Strecken Paroli. Ja zur Pause führte man sogar 1:0 durch Serhat Coroz, der in der 40. Minute einen Eckball von Tobias Küppers mit dem Kopf ins gegnerische Tor lenkte. In der 51. Minute glich Igor Trogrlic diesen Rückstand aber schon aus. 1:2 hieß es dann in 70. Minute durch Lukas Pabich, der nach einer Freistoßflanke mit dem Kopf getroffen hatte. Als unmittelbar nach diesem Gegentreffer auch noch Omar Kassi mit Gelb/Rot vom Platz musste, erlahmte Brachelens Gegenwehr mehr und mehr. Die Folge: Daniel Krisp (81.) und Andi Simons (85.) trafen noch zum 1:3 und 1:4.

SV Schwanenberg – Sparta Gerderath 1:0 (1:0). Nach diesem Derbysieg sah man beim Anhang der Schwäne fast nur strahlende Gesichter. Nicht nur das umkämpfte 1:0 ließ sie stolz in die Runde blicken, sondern auch die Gewissheit, dass ihr SV erstmals in dieser Saison nicht auf einem Abstiegsplatz notiert wird. Dabei hatte es zu Spielbeginn gar nicht gut ausgesehen. Zu dominant waren die Spartaner in der Anfangsphase. Aber spätestens nach dem Führungstreffer von Stefan Deckers in der 20. Minute – Deckers köpfte eine Ecke von Kapitän David Katthagen wuchtig zum 1:0 ins Tor – wurde Schwanenberg gleichwertig. Turbulent und umkämpft dann die Schlussphase, als selbst Sparta-Keeper Sven Krim mitstürmte. Signal für die starke Schlussoffensive der Gerderather war ein Lattenschuss von Sven Jansen in der 74. Minute, bei dem SV-Torwart Dominic Pöhland wohl machtlos gewesen wäre. Ansonsten war der aber schon richtig gut präsent, hielt im Verbund mit seinen aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleuten dann doch das knappe 1:0 bis zum Abpfiff fest.

Arminia Eilendorf – DJK FV Haaren 2:0 (0:0). 75. Minute 1:0 Daniel Gronert, 80. 2:0 Daniel Hansel.

Borussia Brand – Yurdumspor Aachen 2:1 (0:0). 55. Minute 0:1 Spielertrainer Gabriel Gracian. 65. 1:1 Jerome Grammerstorf, 85. 2:1 Mark Steckling. 80.: Brands Torschütze Grammerstorf schießt einen Foulelfmeter neben das Tor.

Hertha Walheim II – JSV Baesweiler 2:3 (1:1). 28. Minute 0:1 Patrick Wirtz, 34. 1:1 Carduck-Aik, 51. 1:2 Sascha Bergrath, 72. Sundy Sehic, 79. 2:3 Sascha Bergrath.

VfR Linden-Neusen – FC Inde Hahn 0:2 (0:1). 37. Minute 0:1 Stefan Banzet, 82. 0:2 Stefan Banzet (Kopfball nach Ecke). Ein eigentlich nie gefährdeter Sieg für den Gast.

Rhenania Richterich – SC Kellersberg 2:0 (2:0). 43. Minute 1:0 Mouhnir El Aichti, 45. 2:0 Lukas Stotz. Trotz einer Vielzahl von Chancen traf die Rhenania in Halbzeit zwei nicht mehr.

(ass)
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