Schnell unterwegs

Team rhino's Leipert beim dritten und vierten Lauf der ADAC GT Masters im niederländischen Assen. Fahrer aus drei Nationen sitzen in den Cockpits der Wegberger.

Sehr schnell unterwegs war das Team rhino's Leipert beim zweiten Rennwochenende der ADAC GT Masters im niederländischen Assen. Zum Schluß fehlte lediglich das nötige Glück für das Wegberger Team mit den zwei Ascari KZ1R GT3, um das Rennen auf dem Podium zu beenden.

Wie schon bei der Premiere in Oschersleben, gingen die vier Piloten Marcel Leipert (Wegberg), Stian Sorlie (Norwegen), Norman Knop (Willich) und Martin Matzke (Tschechien) in die Rennen auf dem 4,551 Kilometer langen, mehr von Motorradrennen bekannten TT-Circuit in Assen.

Die beiden sehr ausgeglichenen Fahrerpaarungen Leipert/Sorlie und Matzke/Knop teilten sich die Cockpits der 520 PS starken Sportwagen bei den zwei Rennen über jeweils 60 Minuten. Und wie schon beim Debüt, konnte man auch in den Niederlanden mit den Ascari KZ1R GT3 überzeugen.

Nach den guten freien Trainingssitzungen ging man optimistisch in das Qualifying. Dort holte Norman Knop die fünftschnellste Zeit, Martin Matzke wurde Achter, Stian Sorlie fuhr auf P10 und Marcel Leipert kam auf Rang elf. "Damit hatten wir eine gute Ausgangsbasis für die Rennen am Samstag und Sonntag", so Teamchef Ingo Leipert.

In Rennen 1 waren das Wegberger Quartett dann schnell unterwegs, fuhr konstant gute Zeiten. Knop und Sörlie zeigten beherzte Kämpfe und übergaben die Autos nach einer sehr guten ersten Rennhälfte an ihre Teamkollegen. Platz sechs und sieben bedeuteten die Spitze im vorderen Mittelfeld – beide Autos waren in den Punkterängen. Die Konstanz des Autos war beeindruckend und so konnten Matzke und Leipert zu Rennende noch die persönlich schnellsten Rennrunden fahren.

Rennen 2 fing extrem vielversprechend an: Nach dem Start von Marcel Leipert und Martin Matzke fuhren die Ascari KZ1R GT3 in der Spitzengruppe mit. Matzke lag bei Übergabe an Knop auf Platz zwei (von Position acht gekommen). Leipert übergab an Fünf liegend (von P11 gestartet) an Sörlie. Ein Ergebnis in den Top-5 oder vielleicht sogar auf dem Podest schien realistisch. Doch dann erwischte der Norweger Sorlie einen Curb, beschädigte dabei Splitter, Frontschürze und Ölkühler und musste das Auto enttäuscht in der Box abstellen. Beim Fahrerwechsel Knop/Matzke war das Duo einen Tick zu schnell unterwegs. Die Zeit des 60-sekündigen Fahrerwechsels wurde nicht eingehalten, da der Ascari bei 59 Sekunden (!) über den Strich der Boxenausfahrt fuhr und somit eine Stop-and-Go-Strafe bekam. Das kostete etwas mehr als 30 Sekunden und damit eine Spitzenplatzierung, vielleicht sogar den Podestplatz. Am Ende wurde man trotzdem guter Sechster.

Die Stimmung im Team war danach natürlich getrübt, aber die Aussichten auf die nächsten Rennen lassen aufgrund der schnellen Piloten mit den guten Autos optimistisch in die Zukunft blicken.

(RP)
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